Donnerstag, 16. August 2007 von Axel Facius

Nebenplatz bekommt neues Planum und Rasendecke

Michael Grünert, Platzwart Arnfried Preller, Horst Heckel und Zeugwart und Radladerfahrer Bernd Göschel sind nur einer kleiner Teil der fleißigen Helfer bei Arbeiten am neu angelegten Rasen-Ausweichsportplatz. Foto: (Ralf Fischbach)Schreiersgrün – Beim SV Fronberg Schreiersgrün wird ständig viel getan, um die Bedingungen für das Sporttreiben systematisch zu verbessern. Derzeit läuft ein größeres Sanierungsprojekt. Der vorhandene Ausweichsportplatz, 1995 im Zuge der Sanierung des großen Sportplatzes als Hartplatz mit angelegt, hat nun ebenfalls einen Rasen bekommen.

„Die Sanierung war längst überfällig, da das Planum nicht mehr passte und sich bei Regen und bei Tauwetter große Pfützen bildeten“, verdeutlicht der ehrenamtliche Platzwart Arnfried Preller die Ausgangssituation vor gut vier Monaten. Da die Vereinskasse der Fronberger augenblicklich nicht die dicken Rücklagen aufweist, war guter Rat teuer. Immerhin verschlang solch eine Platzsanierung im Nachbarort Reumtengrün stattliche 44.000 Euro. Das konnte der Verein mit seinen 285 Mitgliedern nicht aus der hohlen Hand stemmen, aber mit Hilfe vieler Freunde und Förderer und reichlich Eigenleistung konnte das Vorhaben mit Hilfe der Stadt Treuen Ende Mai mit ersten Arbeiten auf dem Weg gebracht werden.

Zu nennen wären da Jürgen Gruschwitz, Frank Walther, Klaus Pflugbeil, Timo Scholz, Ulrich Stöckel, Christian Walther und die Familie Grünert, die Technik und nötige Materialien zur Verfügung stellten. Zudem halfen Michael Wolf, Frank Petzold, Marco Steiniger sowie Andreas Zipfel, Wolfgang Wieland, Bernd Göschel und der vereinsbeschäftigten Horst Heckel und Dieter Hendel, kräftig mit, sonst wäre das Projekt nicht so vorangekommen, wie es inzwischen vorangekommen ist. Vor wenigen Tagen wurden die letzten großen Arbeiten begonnen und gestern abgeschlossen.

Da hieß es auf dem 6200 Quadratmeter großen Areal nach dem ersten Schnitt des frisch eingesäten Rasens nochmals 30 Tonnen Sand fein zu verteilen, anschließend wurde mehrfach geeggt und der Platz komplett gelocht. Schon die Wochen zuvor war mehrfach schwere Technik nötig gewesen, um auf dem Areal am Sportkomplex am Fronberg die Oberfläche mehr als 30 Zentimeter tief aufzulockern, teilweise die Drainage zu erneuen oder neu zu verlegen, das Wasser abzuleiten und ein neuen Planum auf dem Platz anzulegen. Zudem mussten 160 Tonnen Sand eingebracht, und später von erster Männer- und Frauenmannschaft fast eine Tonne Steine abgelesen werden. Danach wurde neu eingesät. Zu Gute kamen Preller und seinen Mitstreitern die in den letzten Jahren am großen Rasenplatz gemachten praktischen Arbeiten und Erfahrungen. Weiteres Wissen zu Rasenschnitt, Pflege und Düngung eignete sich der Platzwart im Selbststudium an. Wohl auch deswegen gilt der große Rasenplatz der Schreiersgrüner als einer der besten im ganzen Vogtland und schon zu den Testspielen in den letzten Wochen präsentierte er sich in bereits wieder einem 1-A-Zustand.

Selbst Experten aus renommierten Vereinen des Erzgebirges und des Vogtlandes holten sich bei Preller schon Rat, weil ihre Rasenflächen nicht die Qualität wie die in Schreiersgrün aufwiesen. Dabei waren Training und Testspiele von 1. und 2. Herrenmannschaft, des Frauenteams und der Alten Herren abzusichern gewesen. „Spätestens in zwei Jahren hat der neue Rasen des Ausweichplatzes annähernd die gleiche Qualität wie auf dem Hauptplatz“, so Preller, wohl wissend, das so ein Ausweichplatz gerade von Herbst bis ins Frühjahr besonderen Belastungen ausgesetzt ist. Das nasse Sommerwetter heuer kam ihnen nach dem Einsäen voll entgegen.

Ende Oktober, wenn es zeitiger Dunkel wird, soll der Ausweichplatz soweit in Funktion sein, dass darauf trainiert und später gespielt werden kann. Gegen die großblättrigen Gräser, die ungewollt auch immer mit aufgehen, hat Preller schon ein Mittel parat. Die Flutlichtanlage, ebenfalls in Eigenleistung mit großer Hilfe von Sponsoren geschaffen, macht dann ein nahezu optimales Training möglich, zumal dann auch die Qualität des Platzes allen Ansprüchen gerecht werden dürfte. (rfi)

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