Montag, 25. März 2019 von Michael Müller-Lehnick

17.03.19.- 17.Spieltag der Vogtlandliga: 1.FC Rodewisch-SV Fronberg Schreiersgrün

Keine Punkte in Rodewisch

Am gestrigen Sonntag gastierte der SV beim 1. FC Rodewisch. Die Ansetzung lockte trotz der gemischten Wetterlage ca. 150 Fußballinteressierte auf die Kunstrasenanlage an der Göltzsch, die sich eine interessante Partie erhofften. Sie sollten nicht enttäuscht werden.

Die Gastgeber erwischten einen Start nach Maß und gingen durch ein Traumtor von Zeitler bereits nach 4 Minuten in Führung. Nach 10 Minuten hat Landmesser nach einem langen Zuspiel in die Spitze, die Riesenmöglichkeit zu antworten, verliert sich jedoch zu sehr im Dribbling und lässt somit die Chance unötig verstreichen. Da wäre ein früherer Abschluss definitiv die bessere Option gewesen. Nur wenig später hat auf der Gegenseite, nach Eckball Rodewisch, Bruhnke das 2 : 0 auf dem Fuß, scheitert jedoch am Pfosten. In der 15. Minute schalten die Gastgeber nach einem Ballverlust von Dressel im Mittelfeld erneut schnell um und die flache Eingabe findet den am langen Pfosten alleinstehenden Bruhnke, der es diesmal besser macht und den Treffer markiert. Das ging zu einfach. Nach dem erneuten Gegentreffer kam der SV langsam besser in die Partie und versuchte nun die eigenen Angriffsbemühungen etwas energischer zu gestalten, was zu kleineren Möglichkeiten (Krötzsch 28. Min., Dressel 34. Min.) führte. Dennoch blieben vor allem die Bälle aus dem Mittelfeld meist harmlos und für die Rodewischer zu leicht ausrechenbar. Schreiersgrün hatte zwar in dieser Phase deutlich mehr Ballbesitz, die Gastgeber zeigten sich aber körperlich robuster und kamen dadurch kaum in größere Schwierigkeiten. Nötzel hatte mit dem Pausenpfiff nochmal die Gelegenheit zum Anschlusstreffer, der Abschluss gestaltete sich aber zu harmlos und so ging es mit der 2-Tore-Führung der Heimelf in die Kabine.

Gleich nach Wiederanpfiff hatten die Gastgeber zwei weitere Möglichkeiten. Zeitler versuchte es in der 49. Minute und nur 3 Minuten später war Marthol im Pech, als er mit seinem Abschluss nur den Pfosten trifft. In der 58. Minute bringt dann aber Nötzel auf Seiten der Gäste sein Team zurück ins Spiel, als sein Schuss noch abgefälscht von einem Rodewischer Verteidiger zum 1 : 2 im Netz landet. Das setzte neue Kräfte frei, denn im Anschluss spielte Schreiersgrün seine beste Phase und drückte auf den jetzt möglichen Ausgleich, jedoch blieben die Gelegenheiten allesamt ungenutzt. Denkbar ungünstig in diesem Abschnitt der Partie schwächte sich die Fronbergelf durch den Platzverweis von Neumann selber. Der Abwehrorganisator steigt kurz vor der Strafraumgrenze zu übermütig gegen Marthol ein und sieht den roten Karton. Eine einerseits harte, aber auch vertretbare Entscheidung. Dennoch bleibt der SV weiter bemüht das knappe Ergebnis auszugleichen. Die beste Gelegenheit hat in der 76. Minute Kapitän Fischer auf dem Fuß, der den Ball aus kurzer Distanz am Tor vorbei schiebt. Das war wieder so eine dicke Chance. Nach 82 Minuten dann die vermeintliche Entscheidung, nachdem Bruhnke, nach erneutem Ballverlust des SV, mit seinem 2. Treffer das 3 : 1 markiert. Doch die Fronbergelf kann noch einmal zurückschlagen, weil Landmesser den Abraller von Keeper Weidlich (nach Freistoß) nutzen kann und in der 85. Minute auf 3 : 2 verkürzt. Gedanklich jedoch noch beim Treffer ließ man den Gastgeber postwendend nach Wiederanstoß laufen, der sich bedankte und in Person von Marthol das 4 : 2 machte und somit den Schlusspunkt der Partie setzte.

Wie auch in der Vorwoche brauchte Schreiersgrün zu lange, um in die Partie zu finden und wurde von energischen Gastgebern frühzeitig diesmal sogar doppelt bestraft. Die Angriffsbemühungen wirkten über lange Strecken teils zu pomadig und zufällig. Erst der Anschlusstreffer ließ die nötige „Geilheit“ und Bissigkeit aufkommen, die es gegen eine robuste und körperlich starke rodewischer Mannschaft von Beginn gebraucht hätte. Die Verwertung der Möglichkeiten, vor allem bei Großchancen, war mehr als unzureichend, um ein besseres Ergebnis erzielen zu können. So stand in der Summe aller Dinge am Ende ein verdienter Rodewischer Sieg.

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