Montag, 11. März 2019 von Michael Müller-Lehnick

10.03.19.- 16.Spieltag der Vogtlandliga: FC Werda 1921 – SV Fronberg Schreiersgrün

Fronbergelf „erarbeitet sich“ 3 Punkte


Bei der gestrigen Partie des FC Werda gegen den SV Fronberg Schreiersgrün, trafen sich zwei Teams, die wie in der Vergangenheit oft zu sehen war, durchaus auf ähnlichen Niveau agieren können und so war die Ausgangslage für dieses Spiel sehr interessant.


Die Hausherren erwischten einen perfekten Start in die Partie und konnten nach 4. Minuten durch den Treffer von Rittrich früh in Führung gehen. Auch danach blieb Werda weiter aktiver und hatte durch den Abschluß von dem viel zu leicht durchkommenden Kalan (12.Min) die große Chance auf das 2:0. Dieser scheitert allerdings an Keeper Bemmann. Diese Szene zeigte auch die Defizite der Schreiersgrüner in dieser Phase auf. Werda wirkte gedankenschneller, war immer einen Schritt eher am Ball und spielte auf den tiefen Geläuf den deutlich besseren Fussball. Auch wurde bei Ballbesitz des SV der ballführende Spieler sofort unter Druck gesetzt, sodass auch noch bedingt durch eigene technische Fehler, längere Ballbesitzphasen der Schreiersgrüner Elf Mangelware darstellten. Es war also wenig überraschend, das nach 30 Minuten eine Standardsituation den SV endlich ins Spiel finden ließ. Ein von Grimm tief aus der eigenen Hälfte lang geschlagener Ball wird von der kompletten Hintermannschaft des FC Werda fahrlässig ignoriert, sodass Landmesser plötzlich völlig blank steht vom Gegenspieler etwas unglücklich im Strafraum zu Fall gebracht wird, sodass Fischer den fälligen Elfmeter zum bis dato glücklichen Ausgleich verwandeln kann. Die Männer von Trainer Fahrenholz setzten im Anschluß sofort nach. Nach einem starken Ball von Dressel auf Krötzsch, bedienter dieser den im Strafraum stehenden Handschug, der nach dieser tollen Kombination zur 2:1 Führung einschieben kann. Das gab dem SV sichtlich Auftrieb, der nun Pass- und Ballsicherer agierte und durch Krötzschs Pfostentreffer nach 41. Minute sogar das 3. Tor auf dem Fuß hatte. Werda konnte nicht mehr an die starke Anfangsphase anknüpfen und machte nun die Fehler die Schreiersgrün vorher begangen hatte. So ging es mit der knappen Führung in die Pause.


Zu Beginn der 2. Hälfte versuchte Werda wieder etwas den Druck zu erhöhen, konnte aber außer 2 Eckbällen und einigen Strafraumszenen keinen Nutzen daraus schlagen. Nach 53. Minuten behält Schreiersgrün nach einem Abstoß im Mittelfeld die Lufthoheit, Krötzsch verlängert den Ball stark auf den durchgelaufenen Fischer, der allerdings den Ball freistehend knapp am langen Eck vorbei legt. Das hätte das 3:1 sein müssen. 3. Minuten später spielt der SV nach einer Ecke der Gastgeber den Konter mustergültig aus, Noetzel bringt mit einem starken Ball Fischer erneut in Position, der es nun besser macht und den Treffer markiert. Nur 2 Minuten später die nächste gute Umschaltsituation und die anschließende Chance durch Queck, dem der Ball aus kurzer Distanz über den Spann rutscht und somit am Tor vorbei.


In der 65. Minute wird es dann kurios. Eine völlig missglückte Flanke von Dressel von der rechten Strafraumseite die unter Normalbedingungen im Toraus landet, wird vom stark böigen Wind zurück in den Strafraum gelenkt, von wo aus dann der Ball nach einer unübersichtlichen Aktion im Tor landet und Landmesser als Schütze geführt wird. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, das Ich ebenso wie fast alle auf und neben dem Platz nach der Aktion abgeschaltet habe und keiner damit rechnete, sodass ich mich bei der Schilderung des Treffers auf Hören- Sagen berufen musste. Man möge es mir nachsehen. Nichts desto trotz stand die 4:1 Führung für den SV.

Werda steckte trotz des bitteren Rückstandes nie auf und blieb weiter gefällig im Offensivspiel. Schreiersgrün musste auf jeder einzelnen Position wach und aufmerksam bleiben, machte dies aber leidenschaftlich und kämpfte als Einheit um jeden Ball. Auch machte das Team bis zum Schluß trotz der hohen Laufintensität einen fitten Eindruck und konnte durch Landmesser in der Nachspielzeit noch den fünften Treffer markieren.Werda betrieb in dieser Partie einen vor allen offensiv hohen Aufwand, verpasste es früh höher zu führen. Auch konnte das Team von Trainer Zapyshnyi mit fortlaufender Spieldauer nicht mehr die ganz große Durchschlagskraft ermitteln. Auch wurde die Defensivarbeit ein ums andere mal zu leichtsinnig vernachlässigt so das am Ende die hohe Anzahl der Gegentreffer stand. Man konnte aber auch deutlich sehen das die Mannschaft unter glücklicheren Umständen nichts auf dem momentanen hinteren Tabellenplatz zu suchen hat.


Schreiersgrün brauchte bis lang in die erste Hälfte hinein um in die Partie zu finden. Sicherlich war der Ausgleich in der Entstehung etwas glücklich, die Mannschaft beeindruckte aber im Anschluß mit Willen und Teamgeist. Zeigte sich bei Kontersituationen brandgefährlich und ließ vor allem in Abschnitt 2 bei der Defensivarbeit keine Hektik aufkommen und erarbeitete sich mit der clevereren und reiferen Mannschaftsleistung einen am Ende verdienten Sieg.

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