Sonntag, 10. September 2006 von Axel Facius

SV Fronberg Schreiersgrün – VfL Reinsdorf 0:0

Mit einem 0:0 der besseren Art trennten sich gestern bei hochsommerlichen Temperaturen der SV Fronberg Schreiersgrün und der hoch gehandelte Aufstiegskandidat VfL Reinsdorf. Bei der Partie des Ersten gegen den Dritten waren hochkarätige Tormöglichkeiten eher Mangelware. Dabei war die Heimmannschaft unterm Strich auch mit nur zehn Leuten die agilere Truppe war, konnte aber auch einen der reichlichen Standards nicht zum erlösenden Treffer nutzen. Da Reinsdorf sehr Defensiv stand und in Abschnitt zwei nur auf Konter setzte, dabei auch gefährlich ging das Remis am 3. Spieltag in Ordnung. Wenn die Mannschaften ihre gute Ausgangsposition aber behalten wollen, müssen sie sich weiter steigern.

Die Partie begann verhalten, der erste halbe Möglichkeit hatte Reindorf durch Teicher, der aber aus 18 Metern einen Meter über die Latte schoss. Dann war Schreiersgrün am Drücker. Erst parierte Weber den Schuss von Oliver Günther (16.), dann hatte Torsten Schwabe (18.) bei einem Drehschuss mit dem Rücken zum Tor Pech, dass der Ball an die Latte klatschte. Dann eine Schrecksekunde für die Fronberger: Teicher hatte sich an der Hintermannschaft vorbeigemogelt und stand klar im Abseits, als er angespielt wurde. Doch die Fahne blieb unten. Zum Glück versprang der Ball und der Schuss war mehr eine Rückgabe. Danach war wieder die Fronberg-Elf an der Reihe. Schwabe verzog aus acht Metern, und wenig später zog Hörning aus 25 Metern ab, aber Weber war auf dem Posten. Die Reinsdorfer standen diesmal recht passiv, meist mit acht, neun Leuten um den Strafraum, nach vorn tat sich da nicht viel. In der 40 Minute fast schon Jubel, als Weber einen als Zuspiel gedachten Ball von Lippmann nicht festhalten konnte und beinahe ins eigene Tor legte. Nach der Pause kurze Aufregung in der 53. Minute, denn da lag der Ball plötzlich im Reinsdorfer Kasten. Schwabe war mit dem Keeper hochgesprungen und köpfte ein. Doch der Unparteiische entschied gegen den Schreiersgrüner, obwohl niemand der 170 zahlenden Fans eine Behinderung des Keepers gesehen hatte. Danach verabschiedete sich Denny Kunze (50.) vorzeitig zum Duschen, wegen wiederholten Foulspiels. Im Gegenzug klärte Spielertrainer Lippmann in höchster Not, nachdem Hergesell drei Schreiersgrüner ausgespielt und in den Strafraum eingedrungen war. Dann passierte lange Zeit wenig, scheinbar wirkte die Kombi-Karte nach. Doch in der 67. Minute hätte Hörning nach Singer-Flanke einköpfen können, zirkelte aber den Ball über die Latte. Nur eine Minute später schlug er einen Freistoß aus 18 Metern ins kurze Eck, Weber parierte großartig und verhinderte den fälligen Rückstand. Auch danach war der Gastgeber, obwohl in Unterzahl, die offensivere Mannschaft, ohne aus dem Spiel die ganz dicken Gelegenheiten zu erarbeiten. Bei Standards wie Ecken und auch Freistößen, fehlte einfach die Portion Glück. Von den Gästen war in der Zweiten Hälfte kaum noch was zu sehen. So sieht kein Aufstiegsaspirant. Lediglich bei dem Kontern in der 85. und 88. Minute hätte Müller das goldene Tor machen können, vergab aber auch. So bleibt Schreiersgrün weiter Tabellenführer. (rfi)

Statistik:

SV Schreiersgrün: Grötzsch, Raspe, Kunze, Singer, Lippmann, Günther, Korb, Eitz, Schwabe, Hörning, Kinkal
VfL Reinsdorf: Weber, Wache, Zenker, Christen, Eisenreich, Scheel, Möschwitzer, Hergesell, Teicher, Romanowsky, Müller
Gelb-rote Karte: Kunze (50./wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: K.-Dieter Winckler (Sehmatal)
Zuschauer: 170

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