Altes Denkmal wieder auf Vordermann gebracht
Über 30 Schreiersgrüner und Gäste bei gelungenem Festakt dabei

Ehrendes Gedenken der Toten der zwei Weltkriege, auch der von Schreiersgrün. Foto: Kerstin Fischbach
Schreiersgrün. Am Sportplatz von Schreiersgrün wurde am Sonnabend im Beisein von rund 30 Schreiersgrünern und ihren Gästen das Denkmal der Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges nach dessen gründlicher Sanierung wieder würdig eingeweiht. „Wir sind hier versammelt, um den Soldaten aus Schreiersgrün zu gedenken. Die Denkmale dieser Toten sind Stätten der Erinnerung und des Gedenkens, sie sind Zeugen und Mahnmale aus der Vergangenheit, die uns in die Pflicht nehmen“, erinnerte der Leiter des Kreisverbindungskommandos 709, Major der Reserve, Volker Lippmann.
Der sehr schlechte Zustand des Denkmal am Schreiersgrüner Sportplatz hatte die Dorfgemeinschaft mit einer Vielzahl an engagierter Bürger, beispielsweise Gert Haubold, Frank Petzold, Wolfgang Dressel, Holger Schubert, Arnfried Preller und Henry Seifert unter der Schirmherrschaft der Bürgermeisterin der Stadt Treuen, Andrea Barth, die auch gekommen war, dazu gebracht, die Sanierung nicht nur ins Auge zu fassen, sondern auch zügig voranzutreiben.
Saniert wurde das Denkmal von 1923 der “Turnriege Sachsentreu 1901“ vom bürgerliche Turnverein von Schreiersgrün. In Schreiersgrün gibt es auch noch ein zweites, ähnliches Denkmal. Ursprünglich auf dem Wartenberg vom Arbeiterturnverein aufgestellt, steht heute auf dem Friedhof von Schreiersgrün. Henry Seifert vom Sportverein Schreiersgrün dankte der Stadt und allen Helfern. Rund 1000 Euro hat die Sanierung gekostet, ein Teil hatte der Leistungen hatte der Verein in Eigenleistung erbracht, und so die Kosten im Rahmen gehalten.
Treuens Bürgermeisterin Andrea Barth erinnerte in ihrer Rede an Kriegserlebnisse aus der eigenen Familie und forderte in ihrem Fazit, dass es nie wieder Krieg geben dürfe. Der „Reservistenkameradschaft 133. Königlich- Sächsisches Infanterieregiment der Deutschen Bundeswehr“ wurde am Sonnabend die Ehre Neueinweihung zu teil, auch weil wohl drei Mitglieder der aus Schreiersgrün sind.

Feierlich war der Rahmen der Denkmaleinweihung des Kreigerdenkmals in Schreiersgrün nach seiner Sanierung. Foto: kerstin Fischbach
„Unter dem Motto: ,Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei` vom Turnvater Jahn turnten unsere Altväter in Ihren Vereinen. Auf der Vorderseites des Denkmals ist dieses Motto eingemeißelt. Weiterhin 20 Namen der Opfer der Turnriege Sachsentreu“, erinnerte Lippmann. Da diese durch Verwitterung sowie eine Gesamtzahl der Opfer de zwei Weltkriege nicht vollständig ermitteln lies, wurden neue Tafeln angebracht
„Gerade die Toten der Kriege mahnen uns Soldaten von heute, die Friedensfähigkeit zu stärken. Dazu gehört neben dem Schutz von Frieden und Freiheit gegen Gefahren von außen, auch die Aufgabe, im Auftrag der Völkergemeinschaft ehrenhaft für Menschlichkeit und Frieden in der Welt einzutreten. Nur wenn uns dies gelingt, können wir dem Vermächtnis der Toten, den Frieden in Freiheit zu bewahren, gerecht werden“, schloss Lipmann die Weihe mit einer Totenehrung. Später erfolgte ein kleines Ehrensalut. (kfh)
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