Jindrich Kinkal seit 10 Jahren in Fronbergelf aktiv
Schreiersgrün. Der Fußballsport ist seine Leidenschaft. Obwohl schon 38 Jahre und beruflich als Kraftfahrer sehr eingespannt, spielt Jindrich Kinkal Fußball. Am allerliebsten natürlich bei seinem SV Fronberg Schreiersgrün im Bezirksklassenteam. Über zehn Jahre kickt der Tscheche aus Nejdek bereits für die Grün-Weißen. Im Sommer 1997 kam er an den Fronberg.
Inzwischen ist er, das hatte damals kaum einer gedacht, neben Danny Kunze der dienstälteste Aktive in der ersten Männermannschaft. Für sein Jubiläum erhielt er jüngst vom Teammanager Holger Schubert ein Ehrengeschenk.
Die bisher größten Erfolge im Schreiersgrüner Fußball hat Kinkal mit dem Gewinn der Vogtlandmeisterschaft, der Kreismeisterschaft im Göltzschtal und dem Aufstieg in die Bezirksklasse und dem Kreispokal erlebt. “Mir macht es hier immer viel Spaß”, bekennt er und nimmt so, wann immer es seine Zeit erlaubt, die Kilometer zum Training und zu den Punktspielen auf sich. Was anfänglich Probleme an der Grenze zwischen Tschechien und Deutschland bereitete, habe sich inzwischen entspannt. Finanziell unterstützte schnell ein kleiner Sponsorenpool den jungen Mann mit Benzingeld.
“Der Vorstand sah im Jahr 1997 Handlungsbedarf, weil einige der damaligen Spieler sich nicht so recht den Herausforderungen der Kreisliga um den damaligen Trainer Günter Seidel stellen wollten”, erinnert sich Anton Zelend. Dabei war gerade der nagelneue Rasenplatz fertig gestellt wurden. Nach Abschluss der Saison 1996/1997 belegte Schreiersgrün nur einen unbefriedigenden 7. Tabellenplatz, nach der Winterpause gab es in den letzten acht Spielen ganze zwei Siege, aber fünf Niederlagen. So war die Unzufriedenheit bei den Fußballverantwortlichen von Schreiersgrün, die sich bei dem guten Umfeld höhere sportliche Ziele für die Zukunft stellten, natürlich groß.
So kam im Sommer Jindra, wie ihn heute alle nur rufen, aus Nejdek in Tschechien mit zwei weiteren Sportfreunden nach Schreiersgrün, um Fußball zuspielen. Die allgemein übliche Skepsis gegen ausländische Spieler war anfänglich auch in Schreiersgrün da. Auch Zelend musste sich Kritik anhören, als bekannt wurde, dass drei tschechische Spieler ins Team geholt werden sollten. Doch Jindra fügte sich von Anfang an sehr gut ein und war im Auftreten und Zuverlässigkeit ein Vorbild fürs gesamte Team und ist es heute noch.
“Der Jindra ist ein herzensguter Mensch und zugleich ein guter Fußballer, der bei Bedarf auf fast allen Positionen spielen kann”, steht für Platzwart Arnfried Preller fest. Der Tscheche, inzwischen spricht er auch recht gut deutsch, ist beliebt und aus dem Gefüge der Mannschaft um Trainer Stefan Persigehl kaum wegzudenken. Auf allen möglichen Positionen hat er schon gespielt, und die nicht immer einfachen Aufgaben meist sehr gut gelöst. Ans Aufhören denkt Jindra noch nicht. “Solange es die Gesundheit und die Arbeit zulassen, und die Leistung stimmt, will ich auch spielen”, gibt er sich kämpferisch. Seinen Worten ließ er in den jüngsten Vorbereitungsspielen entsprechende Leistungen auf dem Platz folgen.
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