Zwei individuelle Fehler machen alles zunichte
Bezirksklasse: Schreiersgrün muss gegen Schwarzenberg punkten
Schreiersgrün. Nach einer umkämpften Partie am Sonntag auf dem gut bespielbaren Rasen neben der Römertalbrücke in Steinpleis stand der SV Fronberg Schreiersgrün wegen drei Minuten Nachlässigkeit am Ende mit leeren Händen da. Trotz spielerischer Überlegenheit unterlagen die Schützlinge von Ralf Kraft unnötig mit 1:3. Erst in der 87. Minute und 90. Minute konnten die Hausherren von Steinpleis-Werdau die Partie doch noch zu ihren Gunsten wenden. Eigentlich war über weitere Strecken - vor allem ab der 15 bis zur 45. Minute - das Fronberg-Team die Mannschaft mit den größeren Chancen gewesen, doch bis auf das zwischenzeitliche 1:1 durch André Lippmann in der 24. Minute, wollte einfach kein weiterer Treffer mehr gelingen.
Da hatten die Steinpleiser mehr Fortune, als sie zwei individuelle Fehler kurz vor dem Abpfiff doch noch mit zwei Toren bestraften und schließlich 3:1 gewannen. „Das war eine bitte Niederlage, die hatten wir nach den Spielanteilen nicht verdient“, faste Fronberg-Trainer Ralf Kraft seine Eindrücke zusammen.
Dabei erwischte der Gastgeber nach nur sechs Minuten einen Traumstart: Die Fronberger brachten nach einem Konter des Gastgebers den Ball nicht weit genug aus der Gefahrenzone. Von der rechten Seite fasste Christian Rödel aus halblinker Position ein Herz aus 26 Metern und da der Ball noch abgefälscht wurde, schlug das Leder zum 1:0 ein. Der Gastgeber hatte in der 21. und 32. Minute weitere Gelegenheiten.
Das war der endgültige Wegruf, den die Vogtländer genraucht hatten. Nun wurden sie immer agiler und setzten die Hausherren mit schnellem Angriffspiel immer mehr unter Druck. Das hatte auch Erfolg. Der Ausgleich gelang Lippmann im Anschluss an einen Freistoß (24.), den Wiegand schön auf Lippmann abgelegt hatte . Meisel schoss für Schreiersgrün in Minute 30 über die Latte. Dann kam Luschnath an den Ball, schoss von der Strafraumgrenze(33.) selbst, statt den besser postierten Wiegand in zentrealer Position anzuspielen. Und auch Eitz mit seinem Distanzschuss aus 35 Metern hatte in Minute 36 und Wiegand nach Dribbling in Minute 40 hatten kein Glück, als der Ball am langen Pfosten vorbei zischte, beziehungsweise Wiegand nicht mehr an den Ball kam, um abzudrücken.
Die dickste Möglichkeit in Führung zu gehen, vergab Manuel Zeh nach Traumzuspiel von Wiegand, als er plötzlich ganz alleine auf Keeper Nico Azendorf zulief, und der mit Klasseparade den Einschlag verhinderte. In der 74. Minute war erneut auf Azendorf Verlass, als er gegen Meisel klärte. Die nächste dicke Möglichkeit hatte der eingewechselte Graf nach Raspe-Freistoß und Wiegand-Kopfball, aber er verpasste um die berühmten Millimeter das Leder.
Als alles schon mit dem Remis rechnete, gelang dem FC Sachsen ein Traumtor. Zaschke jagte einem Freistoß in der 88. Minute von der Strafraumgrenze an der Mauer vorbei ins Torhütereck zum 2:1. Die Vogtländer versuchten sofort auszugleichen, liefen sich aber im Werdaer Strafraum fest und aus dem Konter gelang dem eingewechselten Neumerkel sogar das 3:1 nach groben Patzer von Hergert. Nun muss Schreiersgrün aber gegen Schwarzenberg punkten, wenn die Vogtländer weiter oben mitspielen wollen.
Statistik:
Schreiersgrün: Preller, Singer (65. Hergert), Lippmann (V), Raspe, M. Zeh (76. Graf), Eitz (V), Urban, Luschnath, Hocher (V/86. Walther), Meisel, Wiegand,
Tore: 1:0 C. Rödel (6.), 1:1 A. Lippmann (24.), 2:1 N. Zaschke (87.) 3:1 J. Neumerkel (90+2).
Schiedsrichter: M. Müller (Jahnsdorf).
Zuschauer: 133.
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