Dienstag, 27. November 2007 von rfi

Wichtigen Dreier auf Reinsdorfer Schlacke geholt

Bezirksklasse, Staffel 1: Ricardo Persigehl schießt “Goldenes Tor”

Schreiersgrün. Der SV Fronberg Schreiersgrün konnte sich durch einen wichtigen 1:0-Auswärtserfolg beim VfL Reinsdorf in einem hart umkämpfen Spiel weiter in der Spitzgruppe der Fußball-Bezirksklasse, Staffel 1, behaupten. Schütze des „Goldenen Tores“ war Ricardo Persigehl mit einer schönen Einzelleistung und straffen und plazierten Schuss ins lange Eck in Minute 59.

Die Mannen um Spielertrainer Stefan Persigehl haben nunmehr 25 Punkte auf ihrem Konto und zu Tabellenführer FSV Zwickau II trennen sie ganz fünf Zähler. Da gilt es nun zu Hause gegen den FC Werda 1921 (26 Punkte/Platz 3) am kommenden Sonntag im Kreisderby weiter nachzulegen. Insgesamt bleibt festzustellen, dass der Glauchauer Schiedsrichter keinen sehr guten Tag erwischt hatte. 13 gelbe Karten auf beiden Seite, davon gleich acht für Schreiersgrün, sprechen bei schlammigen Platzverhältnissen auf dem Ziegelmehlplatz eine zu unschöne Sprache in dieser sehr hektischen Partie.

Bereits nach drei Minuten hätten die Gäste aus Schreiersgrün in Führung gehen können, doch den Schuss von Ronny Handschug nach einer schönen Kombination konnte Stopper Scheel auf der Linie noch aufhalten. Vielleicht wäre die Partie so anders verlaufen, aber so nahm mit jeder Minute die Härte in der Partie zu und der Unparteiische wirkte überfordert. „In der ersten Halbzeit pfiff er nur gegen uns, und in Halbzeit zwei fühlten sich die Reinsdorfer klar benachteiligt“, schätze der 2. Vorsitzende der Schreiersgrüner die Partie ein. Nach zwölf Minuten hatte Schütze die Schusschance für die Reinsdorfer, doch Grötzsch war auf dem Posten.
Nach 15 Minuten hatten die Gäste aus dem Vogtland bereits zwei gelbe Karten kassiert, es sollten noch jede Menge dazu kommen. So eine Schlüsselszene gab es in der 25. Minute, als Raspe erst gehalten und dann kam durch Nachschlagen des Reinsdorfers zu Fall. Hier hatten der Unparteiische und auch der Linienrichter nichts gesehen. Nur wenige Augenblicke später kassierte der Schreiersgrüner Kunz hingegen für ein Allerweltsfoul den gelben Karton. Nach vorn spielte weiter Schreiersgrün, aber Luschnaths Schuss wurde von Keeper Winter pariert. Kurz vor der Pause sahen die Fans dann gleich drei Hockaräter. Erst verpassten Persigehl und Schwabe (44.) eine Eingabe nicht im Netz unter. Per Kopf rettete Kunze (45.) den Schreiersgrünern das 1:1, und im Gegenzug scheiterte Handschug nach einer Persigehl-Flanke.

Nach der Pause nahmen die Hektik und Nervosität weiter zu, immer wieder schien es, als sei der Schiedsrichter nicht mehr so richtig Herr der Lage. Dann kam die Szene, als Ricardo Persigehl zehn Meter vor dem gegnerischen Strafraum angespielt wurde und noch einen Gegenspieler ausstiegen lies und dann resolut abzog und zwar zum Umjubelten 1:0 für die Vogtländer. Der Gastgeber warf nun alles nach vorne und drängte auf den Ausgleich. Nun haderte auch Reinsdorf mit dem Unparteiischen, wollte in einer Szene (76.) sogar ein Handspiel im Strafraum gesehen haben und einen Elfmeter zugesprochen bekommen. Aber auch hier blieb der Pfiff aus. Als die acht (!) Minuten Nachspielzeit, warum eigentlich, vorbei waren, war der Kampfsieg unter Dach und Fach. (rfi)
Statistik:
Schreiersgrün:
Grötzsch, Raspe (V), Singer (V), Kunze (V), Lippmann (V/65. Gross), Kinkal, R. Handschug (V), Eitz (V), Luschnath (70./Walther/V), Schwabe, R. Persigehl (V),
Tore: 0:1 R. Persigehl (59.)
Schiedsrichter: Bemert (Glauchau).
Zuschauer: 95.

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