Dienstag, 28. April 2009 von rfi

Verkehrte Fußball-Welt am Fronberg in Schreiersgrün

Bezirksklasse: Gastgeber unterliegt Schlusslicht Vielau unglücklich 0:1

Von Nils Fischbach

Mit allen erlaubten und unerlaubten Haken und Ösen bekämpft Vielaus Jiri Holakovsky (oben) den Schreiersgrüner Thomas Urban. Foto: Kerstin Fischbach

Mit allen erlaubten und unerlaubten Haken und Ösen bekämpft Vielaus Jiri Holakovsky (oben) den Schreiersgrüner Thomas Urban. Foto: Kerstin Fischbach

Schreiersgrün. Gekämpft, gespielt, gerackert und Chancen für zwei Spiele herausgearbeitet, doch am Ende unglücklich verloren. Der SV Fronberg Schreiersgrün musste am Sonntag beim 0:1 im Heimspiel der Fußball-Bezirksklasse dem Tabellenletzten SV Vielau alle drei Punkte überlassen. “Das war Fußball verkehrt. Wir haben die Chancen, und die Vielauer schießen das Tor”, fasste Fronberg-Betreuer André Lupprian die 90 turbulenten Minuten von Schreiersgrün zusammen, in denen der Gastgeber sieben Stammkräfte zu ersetzen hatte.
Not-Torwart Jindrich Kinkal verhinderte mit zwei tollen Paraden eine frühe Vielauer Führung, so in der 6. Minute mit Fußparade nach einer Ecke. Kurz darauf hatte der Schreiersgrüner Wiegand nach einem Freistoß die Chance, mit den Kopf den Ball ins Tor zu verlängern, aber er verfehlte den Kasten. Den ersten Aufreger gab es nach einer Viertelstunde: Martin Schwabe lief alleine aufs Tor zu, scheiterte aber am Torwart. Der Ball sprang zu Wiegand, der gedankenschnell Zeh bediente. Doch der Jubel nach dessen Tor war zu früh. Der Schiedsrichter-Assistent hatte eine Abseitsposition angezeigt.
Nachdem Brändel für Vielau zu überhastet aufs Tor schoss (29.), dominierten die Fronberger. Die nächste dicke Möglichkeit für Schreiersgrün hatte Urban, der nach schönem Pass alleine aufs Tor zulief, doch der Gästetorwart bekam noch die Fingerspitzen an den Ball. Nur zwei Minuten später passte Wiegand zu Schwabe, der jedoch am leeren Tor vorbei zielte.

Auch nach der Pause suchten die Platzherren die Entscheidung. Vielau verlegte sich nur aufs Kontern und stieg nun immer wieder hart in die Zweikämpfe ein. Nach 50 Minuten der nächste Hochkaräter, doch Manuel Zeh schoss in bester Position vorbei. Auch Wiegands Versuch, der in den Strafraum lief und aus 13 Metern abdrückte, verfehlte sein Ziel. Als in der 74. und 77. Minute Urban und Eitz mit gefährlichen Schüssen aus der zweiten Reihe scheiterten, waren Spieler und Fans des Gastgebers nahe am Verzweifeln.

Doch es kam noch schlimmer, als Raspe beim einzigen gefährlichen Vielauer Konter gegen die komplett aufgerückten Fronberger als letzter Mann gegen Kaufmann Kopf und Kragen riskieren musste. Der Schiedsrichter entschied bei dem Gerangel mit Haken und Ösen auf Elfmeter für Vielau und beließ es bei Gelb für den Fronberger. Den Elfer schoss der Gefoulte selbst und ließ Kinkal keine Chance. Als kurz darauf auch der eingewechselte Singer mit einem Kopfball nicht für den SV traf, war die Partie zu Ungunsten der Fronberger gelaufen.

Statistik

Schreiersgrün: Kinkal, Raspe, Markus Zeh, Walther, A. Lippmann II, Wiegand (ab 78. Singer), Urban, Manuel Zeh, Schwabe (ab 83. Graf), Eitz, Luschnath (ab 87. A. Lippmann I).
Tor: 0:1 Popp (81.).
Schiedsrichter: M. Wadewitz (Limbach-Oberfrohna).
Zuschauer: 165.

1 Kommentar zu Verkehrte Fußball-Welt am Fronberg in Schreiersgrün

  1. Uwe schrieb am Donnerstag, 30. April 2009:

    1

    Kleine Korrektur: vor dem Elfer lief Baumann aufs Schreiersgrüner Tor und wurde im Strafraum gefoult, den Elfmeter verwandelte dann Daniel Lange!

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