SG Traktor Neukirchen – SV Fronberg Schreiersgrün 0:0 (1:0)
Hätte der Deutsche Fußball Bund einen Lehrfilm darüber drehen wollen, wie die bessere Mannschaft mit etlichen Großchancen das Spiel 90 Minuten dominiert, aber aufgrund eines einzigen Fehlers durch einen Standard doch die Partie und damit drei Punkte verliert, dann wäre der Kameramann am Sonntag in Neukirchen genau richtig gewesen.
Da verlor der SV Fronberg völlig unnötig die Partie gegen die eigentlich fast abgestiegene SG Neukirchen mit 0:1. Schütze des „goldenen Tores“ vom Elfmeterpunkt war Torsten Hauptmann in der 76. Minute. Bis dahin war der Gastgeber eher ein dicker Kandidat für den Abstieg, nun scheinen sie mit 36 Punkten mit einen Bein fast gerettet.
Schreiersgrün war spielbestimmend, aber die erste größere Möglichkeit hatte Neukirchen, als Preller einen Ball an den Pfosten lenkte (12.). Schreiersgrün kam fünf Minuten später zu seiner ersten dicken Möglichkeit, als Schwabe aus fünf Metern nur über das Tor schoss. Korb hatte die nächste Hundertprozentige für die Vogtländer nach 20 Minuten, als seine Direktabnahme über die Latte strich. Auch danach waren die Gäste bei drei Möglichkeiten am Drücker. Neukirchen, das sehr nervös agierte, kam in der 32. Minute zu einem gefährlichen Freistoß, den Preller aber sicher hielt – es war der zweite richtige Angriff. Nach 40 Minuten waren die Fronberger wieder dran, aber Schwabe wurde im letzten Augenblick am Einschuss gehindert. Knapp vorbei ging auch der Hinterhaltsschuss von Singer.
Auch nach der Pause spielte nur eine Mannschaft und das war die aus Schreiersgrün. Schwabe musste das längst überfällige 0:1 in der 54. Minute machen, aber Keeper Jens Hauptmann konnte mit viel Glück den Einschlag verhindern. Nach gut 60 Minuten, die mitgereisten Fronberg-Fans hatten aufgehört die Chancen zu zählen, 15 standen aber bereits auf dem Block, fragt sich jeder: Wann fällt denn nun das Tor, oder fällt es gar nicht und der Schuss geht nach hinten los? Denn wer so sündigt, der wird auch manchmal bestraft.
Bei zwei Eckbällen auch wieder einmal Neukirchen am Zug, aber Tore entstanden daraus nicht. Die Gefahr hielt sich in Grenzen. Anders in der Minute 76, da kam es, wie es kommen musste: Nach einem Foul im Strafraum, pfiff der Unparteiische Kaden einen Elfmeter. Torsten Hauptmann sagt danke und lochte ein – damit stand die ganze Partie auf dem Kopf. Von da an, lies Neukirchen nichts mehr zu und hielt das 1:0 mit Mann und Maus fest. Wer so viel Glück hat, sollte auch am letzten Spieltag die Klasse halten.
Für Schreiersgrün blieb die Niederlage ohne Auswirkungen in der Tabelle (Platz 5). Aber zum Saisonausklang muss am Sonntag zu Hause gegen den FSV Zwickau II für die treuen Fans endlich wieder ein Sieg her. (rfi)
Statistik:
SV Schreiersgrün: Preller, Raspe, Lippmann, Kinkal, Gross, Eitz, Singer, Schwabe, Günther, Korb, Luschnath
Tor: 1:0 Hauptmann (Foulelfmeter/76.)
Schiedsrichter: U. Kaden (Hartmannsdorf)
Zuschauer: 170
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