Sonntag, 17. Juni 2007 von rfi

SV Schreiersgrün – FSV Zwickau II 0:2 (0:1)

Marcus Eitz aus Schreiersgrün (m.) vernascht zwei Zwickauer, kann aber den Hebel auch nicht herumreisen. Schreiersgrün verliert 0:2. (Foto: Ralf Fischbach)So durchwachsen, wie bereits die jüngsten Heimspiele zuvor, präsentierte sich der SV Fronberg Schreiersgrün auch am gestrigen Sonntag und verlor völlig unnötig mit 0:2 gegen die Oberligareserve des FSV Zwickau. Dabei hatte der SV Fronberg, vor allem in der zweiten Halbzeit, ein halbes Dutzend hochkarätiger Chancen, brachte sie aber allesamt nicht im Kasten unter – es war praktisch das Spiegelbild einer eher durchwachsenen Saison, bei der aber der Klassenerhalt und einstellige Tabellenplatz das wichtigste sind.

Bei sehr guten äußern Bedingungen machten beide Teams in den Anfangsminuten mächtig viel Druck. Für die Männer von Spielertrainer André Lippmann sollte zum Abschluss ein Sieg her. Doch schon nach sechs Spielminuten die erste schlechte Nachricht: Schwabe musste mit eine Kopfplatzwunde vom Rasen. Das Spiel wurde immer härter, auch weil der Unparteiische Ontyd aus dem Erzgebirge sehr widersprüchlich pfiff, vor allem im zweiten Abschnitt.

In der 16. Minute fiel dann das 0:1. Nach einer schönen Flanke von Seidel, kam Raspe zu spät. Jäger, schön freigespielt, konnte den Ball in den Maschen versenken. Dann verflachte das Spiel trotz der guten Kulisse von 200 Zuschauern etwas. Lediglich in der 35. Minute hätte Zwickau in Führung gehen können, doch der „Hammer“ aus gut 35 Metern traf frontal die Latte. Das war das Signal für Schreiersgrün, mehr zu tun. Eitz und Luschnath behinderten sich im Zweikampf vorm Tor gegenseitig, und die Möglichkeit war dahin. In der zweiten Halbzeit zeigte sich ein ähnliches Bild. In einer Partie, in der der es außer um die Ehre um nichts mehr ging, leisteten sich Fronberger zu viele ungenaue Pässe und machten so manchen Konter im Ansatz wieder zu Nichte. Zwickau wurde aber trotzdem immer mehr eingeschnürt – der Gastgeber war nun deutlich am Drücker. Günther brachte in der 63. Spielminute den Ball von der linken Seitenlinie herein. Eitz verfehlte den Ball nur um Zentimeter. Nur fünf Minuten später setzte Raspe den Freistoß aus 25 Metern direkt auf den Zwickauer Keeper. Zwickau hielt mit Kontern dagegen, doch ein weiteres Tor gelang ihnen auch nicht. So ging es nun ja fast wild hin und her. Luschnath legte auf den immer wieder mit aufrückenden Lippmann, der den Ball über den Torwart lupfen wollte. Doch der hatte aufgepasst und konnte noch vor der Linie retten. Zwei Minuten später lief wieder Lippmann, wenn auch aus spitzen Winkel, alleine auf den Keeper zu. Das musste das 1:1 sein, aber Rudolf behielt erneut de Nerven und klärte reaktionsschnell. Auch Luschnath scheiterte mit seinen Volleyschuss (Außennetz). In der 80 Minute hätte der Mann in Grün für ein klares Raspe-Foul Elfmeter für den FSV geben müssen, tat es aber nicht. Dafür dann in der 89. Spielminute: Im Zweikampf zwischen Angreifer Opitz und Abwehrmann Markus Zeh sah er jetzt ein Foul, doch es war gar keins. Trotzdem zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Der gefoulte Zwickauer verwandelte sicher zum 0:2- Endstand. Vor Spielbeginn wurden Michael Korb, der den Verein verlässt, der Tscheche Jindrich Kinkal (10 Jahre als Spieler im Verein) ausgezeichnet. (rfi)

Statistik:

SV Schreiersgrün: Preller, Raspe, Lippmann, Walther (Markus Zeh), Handschug, Singer, Kinkal (V/Günther), Eitz, Schwabe (8. Gross), Korb, Luschnath
Tore: 0:1 Jäger (16)., 0:2 Opitz (89. Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Ontyd
Zuschauer: 199

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