Montag, 12. Oktober 2009 von rfi

Rekordkulisse im Bezirksunterhaus und trotzdem alles friedlich

Fußball-Bezirksklasse: Fronberg Schreiersgrün – FSV Treuen 3:2 (2:1)

Die Schreiersgrüner feiern entsprechend vor ihren Fans.Foto: Nils Fischbach

Die Schreiersgrüner feiern entsprechend vor ihren Fans.Foto: Nils Fischbach

Schreiersgrün. Der SV Fronberg Schreiersgrün führt weiter die Tabelle in der Staffel 1 der Bezirksklasse an Voraussetzung dazu war, dass die Schreiersgrüner im Stadtderby gegen den FSV Treuen mit 3:2 (2:1) knapp die Oberhand behalten hatten. Vor der Rekordkulisse von 614 Zuschauern, das war absolut der Hammer, erlebten die Fans aus beiden Lagern ein stimmungsreiches und emotionales Derby mit immerhin fünf Toren, dass nie langweilig wurde und sein Eintrittgeld mehr als Wert war. Nun haben die Fronberger mit dem zweiten Heimspiel in Folge gegen Kottengrün am Sonntag die große Möglichkeit, bereits am 9. Spieltag die magische 20-Punkte-Schallmauer zu knacken.

Nach verhaltenem Beginn, auf beiden Seiten wurden weite Bälle in die Spitzen geschlagen, hatte der SV Fronberg nach acht Minuten die erste Möglichkeit: Einen verunglückten Abwehrschlag der Treuener Hintermannschaft nutze Ralf Wiegand zu einem Drehschuss, der aber rechts am Tor vorbei ging. Denn ersten Schussversuch der Gäste machte Felix Schubert (13.), der stellte aber keine Gefahr dar. Da war der Freistoß von Michael Kraus (17.) schon besser, zumal er noch abgefälscht war, aber über die Latte strich. Schreiersgrün mühte sich, fand anfänglich spielerisch aber keinen Zuschnitt nach vorne, vieles war noch zu ungenau. Die Treuener Hintermannschaft stand recht sicher.

Das erste Tor fiel für Treuen (27.) nach einem weiten Pass in die Spitze. Das Leder erwischte Marcel Wolf mit einem schönen Drehschuss aus 14 Metern ins lange Eck zum 0:1, Torhüter Jörg Fischer hatte keine Chance, war aber später ein starker Rückhalt. Eine toller Kombinationsangriff (36.) über Hocher und Wiegand der den mitgelaufen Raspe bediente der aus 13 Metern über legt ins lange Eck schoss, brachte den verdienten Ausgleich – ein wunderschönes Tor.

Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff hatte Wolter eine Möglichkeit zum 1:2, er traf aber nur das Außennetz. Das zweite Tor erzielte 120 Sekunden später der SV Fronberg Schreiersgrün. Nach einem Foul an Pascal Micklisch am rechten Strafraumeck, zimmerte überraschend Linksfuß Andy Fischer das Leder ins kurze Eck zum 2:1 für Schreiersgrün, das war auch der Halbzeitstand.

Nur fünf Minuten nachdem Wiederbeginn reagierte nach einem hohen Ball in den Strafraum der Schreiersgrüner Treuens Angreifer Christian Barschdorf am schnellsten und spitzelte das Leder aus fünf Metern ins Tor zum 2:2. Damit war alles wieder offen. Auch bei der nächsten Szene war Treuen am Drücker, Felix Schubert versuchte sich, doch Fischer im Kasten der Fronberger hatte aufgepasst.

Nach 60 Minuten fasste sich völlig überraschend Manuel Zeh ein Herz und zog aus dem Mittelkreis (!) ab, der Ball zischte nur um Haaresbreite am rechten Pfosten vorbei, das wär ein Tor des Jahres gewesen. Auf der Gegenseite prüfte André Meyer den Schreiersgrüner Torwart.

Ohne Chance war Treuens Keeper Thomas Spitzner in der 66. Minute bei einem Freistoß aus 18 Metern, als einer der besten Spieler auf dem Platz, Tobias Raspe, auf der linke Seite für Schreiersgrün zum Freistoß anlief und den Ball wie ein Strich ins lange Eck hämmerte – 3:2. Zehn Minuten vor dem Ende hatte Ralf Wiegand die große Chance zum 4:2, doch nach schönem Zuspiel vom guten Thomas Urban verzog er aus acht Metern freistehend in Mittelstürmerposition. “Ich hätte nur schieben müsen, ich weis auch nicht, was ich da gemacht habe…”, trauerte er nach dem Match der Riesenchance noch nach.

Zwei Minute vor dem Ende hatte André Meyer das mögliche 3:3 auf dem Fuß, als er ein Zuspiel von Martin Schwabe artistisch direkt nahm, aber aus 14 Metern knapp über die Latte hämmerte. Nach fast fünf Minuten Nachspielzeit und dem dem Schlusspfiff und ertrank alles im großen grün-weißen Fronberg-Jubel.

Trainerstimmen:

Jörg Hörning, Schreiersgrün: Wir haben unsere Möglichkeiten konsequent genutzt, spielerisch lies die Partie noch Wünsche offen, aber dafür stand wohl auch zu viel auf dem Spiel. Es waren drei weitere wichtige Punkte.
Michael Hübner, Treuen: „In einem kämpferischen Derby haben wir leider keinen Punkt mitgenommen, die Möglichkeiten waren da. Wir nehmen aber das viele Positive für die nächsten Spiele mit. Die Kartenflut des Schiedsrichters verstehe ich aber nicht.“

Statistik:

Schreiersgrün: J. Fischer, Raspe (V), Singer (V), Marcus Zeh, Andre Lippmann II, Urban (80. M. Eitz), Hocher (46. Kummer), A. Fischer, Micklisch (80. Graf/V), Wiegand, Manuel Zeh (V).
Treuen: Spitzner, Wiede (V), Wolf, Kraus, Meyer (V), Hörning (V), Schaller (V), Schubert (V), Reiher, Barschdorf (46. Meyer), Wolter (70. M. Schwabe),
Tore: 0:1 Wolf (27.) 1:1 Raspe (36.), 2:1 A. Fischer (45.), 2:2 Barschdorf (50.), 3:2 Raspe (66.)
Schiedsrichter:V. Wenzel (Satzung).
Zuschauer: 612

3 Kommentare zu Rekordkulisse im Bezirksunterhaus und trotzdem alles friedlich

  1. H. S. schrieb am Montag, 12. Oktober 2009:

    1

    Super Jungs!
    Ihr habt uns eine Riesenfreude mit dem Derbysieg geliefert.
    Macht weiter so, ihr seid eine tolle Truppe und da gehört die ganze Bank dazu.
    2V

  2. Steffen Stranz schrieb am Montag, 12. Oktober 2009:

    2

    Spitze Ralf, endlich ein ordentliches “Wasserzeichen”!!!!!!!

    Gruß
    STS

  3. Ronny Singer schrieb am Freitag, 16. Oktober 2009:

    3

    kannst du mal bitte unser Mannschaftsfoto reinstellen oder du schickst es mir mal bitte als E-Mail…

    Danke Sing

    ps. aber bitte ohne deine berühmt berüchtigten Wasserzeichen

Kommentar hinterlassen

Erlaubte XHTML-Tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>