Noch im Bereich der eigenen Zielstellung eingekommen
Fußball-Bezirksklasse: Schreiersgrün auf Platz 5
Auerbach. In Staffel 1 der Fußball-Bezirksklasse sind 17 Spieltage absolviert, also zwei Spieltage mehr, als die Hinserie umfasst. Das Tabellenbild weist allerdings Lücken auf. Denn bis auf Crossen haben alle anderen 15 Teams noch Spiele nachzuholen, auch die Vogtländer und auch Schreiersgrün. 26 Partien sind seit dem 11. November ausgefallen. Je drei Spiele haben Lok Zwickau, Olympia Grünhain und der VFC Adorf 2008 nachzuholen. Schreiersgrün zwei Partien zu Hause gegen Oelsnitz und gegen Lok Zwickau auf dessen Platz.
“Dieses Spiele werden für das letzte Februar-, und das erste Märzwochenende angesetzt”, erklärt der Vorsitzende des Spielausschusses, Bernd Kraus. Sollten dieses Termine nicht reichen sind Ostern und im Notfall Pfingsten eingetaktet. “Aber da wollen wir eigentlich nicht spielen, weil Himmelfahrt auf den 1. Mai fällt”, so Kraus.
SV Fronberg Schreiersgrün (Platz 5/26 Punkte/34:19 Tore).
Was wäre, wenn man die drei Punkte gegen Grünhain (2:1) nicht am grünen Tisch wegen des Einsatzes eines gelbgesperrten Spielers wieder abgegeben hätte müssen? Dann hätte man von einer sehr guten Saison sprechen können, zumal die Mannen um Spielertrainer Stefan Persigehl als Ziel einen Platz unter den ersten Fünf ausgegeben haben. Außerdem hat man die Chance, die Bilanz noch um einen Dreier aufzupolieren, denn zu Hause ist noch die Partie gegen Oelsnitz nachzuholen. Schreiersgrün hat neben acht Siegen und drei Niederlagen auch fünf Unentschieden auf dem Konto. Das macht eben auch momentan den Unterschied zu den Spitzenteams aus. Die Fans (1347) halten der Mannschaft der Treue die spielerisch zugelegt, aber in der Chancenverwertung zu oft sündigt. Lediglich Ricardo Persigehl (10 Tore) hat von den Offensivleuten richtig überzeugt. Bei allen anderen gab es zu oft Ladehemmung. Im Mittelfeld kristallisiert sich ein echter Spielmacher noch nicht heraus. Die Abwehr stand solide und gehört mit Werda und Zwickau II jenen, die am wenigsten Gegentore zuließen.
FC Werda 1921 (Platz 2/33 Punkte/44:19 Tore).
Eine tolle erste Halbserie hat der FC Werda hingelegt. Von 17 Pflichtspielen wurden 16 gespielt, lediglich das Heimspiel gegen Grünhain pfiff der Schiedsrichter wegen Unbespielbarkeit des Platzes nicht an. Dabei erreichten die Werdaer acht Siege und drei Unentschieden, kassierten aber auch drei Niederlagen. Vor allem die Auswärtsniederlagen in Vielau und Reinsdorf tun weh. Das 0:1 gegen Oelsnitz kann passieren. Trotz dieser guten Bilanz redet Trainer Rolf Hellinger nicht vom Aufstieg, auch wenn der FSV Zwickau II nur sechs Zähler vorne liegt. “Wir können und brauchen auch nicht aufsteigen”, will Hellinger seine Jungs nicht unter Druck setzten und hat dabei auch die Finanzen im Blick und die doch relativ geringe Zuschauerresonanz (744). Immerhin auf zehn Torschützen verteilen sich die 36 geschossenen Tore, wobei Kalan mit 17 und Valek mit acht Toren den Ton angeben. Schwächen sieht Hellinger in der Chancenverwertung und im unnötigen Anpassen an schwächere Teams. Stärken sieht er in der guten Angriffs- und Mittelfeldreihe. Ein Einkommen auf den Plätzen 2 bis 5 wäre optimal.
SV 1903 Kottengrün (Platz 10/22 Punkte/33:34).
Mit dem Abstieg hat man nichts zu tun, aber mit den angestrebten Blick nach oben (Platz 7) sieht es auch noch nicht gut aus. Zum 7. Spieltag gab es einen Trainerwechsel, nicht der erste in sehr kurzer Zeit am Eimberg. Robby Zimmermann beerbte Michael Schubert. So richtig eingeschlagen hat der Wechsel aber noch nicht. Von den möglichen elf Partien gewann Kottengrün vier und unterlag viermal und spielte einmal Unentschieden. Zwei Partien sind noch nachzuholen. So gesehen liegen die Eimberg-Kicker im Zielkorridor, müssen aber das neue Selbstvertrauen und die angestrebte spielerische Leistung noch nachweisen. 917 Fans kamen zu den Heimspielen. Bester Torschütze war bislang Ottiger (9).
VfB Auerbach II (Platz 11/22 Punkte/32:36 Tore).
Erst sorgte Auerbach II mit einer tollen Serie und der Tabellenführung für die Überraschung in der Staffel. Da sprachen einige schon von einem Aufstiegsteam. Doch dann entpuppte sich die Elf als der größte Verlierer der letzten Spieltage. Fünf Niederlagen in Folge würden bei anderen Vereinen die Alarmglocken schrillen lassen. Trainer Mike Schwabe hat nur von einer “schönen Momentaufnahme” gesprochen, als Tabellenplatz 1 winkte. Die Oberligareserve sorgte für ein Wechselbad der Gefühle (7 Siege/8 Niederlagen). Schwabe schien es geahnt zu haben. Nicht immer hatte er die erfolgreiche Mischung aus jungen Spielern und Oberliga-Anschlusskadern zu Verfügung. Jüngere Spieler fühlen sich nicht so richtig wohl, wenn Schwabe mehr auf Erfahrung und Routine setzt. Doch wer den VfB abschreibt, irrt. Bisher hat es Schwabe immer in der Rückrunde geschafft, seine Mannschaft in den sicheren Hafen eines einstelligen Tabellenplatzes zu lenken. 728 Zuschauer sahen die Heimspiele. Bester Torschütze war Routinier Zschiesche mit elf Treffern. Ein Spiel muss noch nachgeholt werden.
SV Grün-Weiß Wernesgrün (Platz 16/5 Punkte/14:53).
Der Neuling überwintert als Schlusslicht. Schon vor Saisonbeginn zeichnete sich für den Überraschungsmeister des Göltzschtals ab, dass es ohne Neuzugänge eine ganz schwere Serie wird. Trainer Jörg Hörning ist es nicht gelungen, seine Mannen noch einmal über die Leistungsgrenze zu führen. Personell und spielerisch zu schwach ist der Kader, das weiß der Vorstand inzwischen. Im Sturm wie im Mittelfeld klemmt mit nur einem Sieg und zwei Unentschieden gewaltig die Säge. B. Höhlig ist mit drei Treffern bester Torschütze. Aber so paradox es klingt, noch ist nicht alles verloren. Denn mit Fortuna Plauen, Adorf und Grünhain hat es drei weitere Mannschaften schwer erwischt. Der Rückstand auf Platz 13, dem möglichen Relegationsplatz, beträgt nur vier Zähler. Die sind aufzuholen. Auf Platz 12 sind es allerdings schon 15 Zähler Rückstand. Wernesgrün hat noch ein Heimspiel nachzuholen. 768 Zuschauer verfolgten bislang die Heimspiele. (rfi)
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