Mittwoch, 18. November 2009 von rfi

Nach vorne läuft es einfach nicht rund

Bezirksklasse: Fronberg Schreiersgrün unterliegt Lok Zwickau mit 0:2

Schreiersgrün. Der SV Fronberg Schreiersgrün hat das Duell um die Tabellenspitze gegen den ESV Lok Zwickau verloren. Zu Hause kassierten die Jörg-Hörning-Schützlinge im Duell Erster gegen Zweiter eine bittere 0:2-Niederlage. Grund dafür war eine zu schwache Offensivleistung vor allem in Halbzeit zwei.

In den ersten Minuten sahen die Fans ein recht ausgeglichenes Spiel, beide Seiten versuchten kleinere Angriffe. Nach fünf Minuten die erste Ecke für die Gäste, die aber keine Gefahr für die Fronberg brachte. Die erste große Chance für Schreiersgrün in der 9. Minute nach einer Flanke von Ronny Singer auf Wiegand, der es mit dem Kopf versuchte, aber scheiterte. Nach einem weiteren Freistoß (14.) für Schreiersgrün, versuchte sich wieder Andi Fischer schoss aber weit am Tor vorbei.

Pech hatte auch Raspe aus 24 Meter Entfernung, als sein Ball in der Abwehrmauer stecken blieb. Die Partie war umkämpft und Minute 23 die erste große Chance für Schreiersgrün: Nach einer schönen Flanke von Rony Handschug von links außen in den Strafraum, aber Wiegand sprang knapp am Ball vorbei. Auch die Gäste waren gefährlich:Sven Kretschmar zog ab, der Ball wurde aber wurde von Jörg Fischer ohne große Probleme gehalten.
Dann wieder die Fronberger: Gute Flanke von Rony Handschug in den Strafraum von Zwickau, wobei der Ball tückisch aufsprang und der Keeper alle Kunst aufbieten musste, um den Ball doch noch zu halten. Zwei Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit erlief sich Loks Holler den Ball, schoss aber vorbei.

Gleich nach Beginn der zweiten Halbzeit hatte Lok eine große Chance. Nach einer Flanke von rechts köpfte Ralf Köppel den Ball aufs Tor – Fischer wehrte ab und erneut kam Köppel ans Leder, schoss aber ins Aus. Lok machte nun erheblich mehr Druck und Schreiersgrün begann zu wanken.

Markus Eitz wurde 25 Meter vor dem Strafraum gefault, Raspe versuchte sich erneut – wieder kein Glück, das Leder wurde abgefälscht und flog ins Aus. In der 58 Minute die große Möglichkeit für Zwickau mit einem Fallrückzieher von Teubert, der aber vorbei schoss. Lok wurde immer stärker, und erarbeitete sich weitere Möglichkeiten.

In der 75 Minute zischte das Leder in das Schreiersgrüner Tor nach einer Ecke von Steffen Kretschmar. Jörg Fischer versuchte verzweifelt, den Ball zu halten, was ihm aber nicht gelang und so stand es 0:1. Nur 60 Sekunden später erkämpfte sich der Zwickauer Kapitän Stangenberg im Zweikampf gegen Raspe den Ball und zog einfach ab. Fischer kratzte mit dem Fuß den Ball aus dem Eck.
In der 80 Minute konnte sich Raspe am Zwickauer Stangenberg an der Strafraumlinie nur mit einem Foul helfen. Der Freistoß wurde von Kretschmar geschossen, aber direkt in die Mauer der Fronberger.

Von denen war in Hälfte zwei im Angriff nicht mehr viel zu sehen, vielmehr dominierten die Gäste. Wieder war es Stangenberg, der abzog, den Ball aber an die Latte hämmerte. Nun wurde es hektisch: Nach wunderschönem Zuspiel in der 87. Minute die Entscheidung für die agilere Lok-Truppe. Holler legte auf Bräuer ab, der gekonnt den Ball ins Netz zum 0:2 versenkte. Damit war die Niederlage, die sich die Fronberger wegen zu weniger Akzente nach vorn in Halbzeit 2, selbst zuzuschreiben haben, besiegelt.
Trainer Jörg Hörning weiß, dass sich im Angriff der Fronberger was verändern muss, aber ihm fehlen scheinbar die personell Alternativen. (nifi)

Statistik:

Schreiersgrün: J. Fischer, Raspe, Singer, Hergert (60. Kummer), Lippmann II, Wiegand, Eitz, Hocher (70. Lippmann I), A. Fischer (V.), Handschug, Graf
Tore: 0:1 Kretschmar (75.), 0:2 Braüer (87.)
Schiedsrichter: Hoffmann (Plauen).
Zuschauer: 167.

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