Sonntag, 12. April 2009 von rfi

Moralisch wertvolles 1:1 beim neuen Tabellendritten Werda

Fußball-Bezirksklasse: FC Werda – Fronberg Schreiersgrün 1:1 (0:0)

Marcus "Effe" Zelend (li.) gegen Tomas Valek zeigte nach mehrmonatiger Punktspielpause ein starkes Comeback auf der Manndeckerposition. Foto: Nils Fischbach

Markus Zeh (li.), hier gegen Tomas Valek, bot nach mehrmonatiger Spielpause als Manndecker eine tolle Partie. Foto: Nils Fischbach

Werda/Schreiersgrün. Mit einem unter dem Strich leistungsgerechten 1:1–Unentschieden trennten sich am Ostersonnabend in einer Nachholpartie des 16. Spieltags der Fußball-Bezirksklasse, Staffel 1, der FC Werda 1921 und der SV Fronberg Schreiersgrün. In diesem umkämpften, aber nie unfairen Göltzschtalderby vor 130 Zuschauern bei sommerlichen Temperaturen blieb zwar die ganz große spielerische Klasse aus, aber die Werdaer klettern trotzdem auf Rang 3 der Tabelle, und Schreiersgrün zeigte sich nach dem 0:5-Debakel in der Vorwoche wieder von seiner besseren Seite.

Die kämpferische Einstellung und auch die Moral, die Fronberger waren mit dem „letzten Aufgebot“ angereist, machten Mut auf das zweite Nachholspiel am Ostermontag zu Hause gegen den VfB Auerbach II, was  um 15 Uhr angepfiffen wird.

Die erste Möglichkeit hatten die Gäste durch Manuel Zeh, der steil geschickt wurde, doch Baranowsky im Werdaer Gehäuse hielt sicher. Dann tat der FC mehr und spielte sich stabil nach vorne. Valeks Schuss aus 25 Metern wurde leicht abgefälscht und verfehlte so sein Ziel knapp. Dass das Schiedsrichter-Trio an den Linien und auf dem Platz nicht seinen besten Tag erwischt hatte, zeigt eine Szene aus der 15. Minute, als Valek auf rechts außen anzog, und der nach mehrmonatiger Pause wieder auflaufende Markus Zeh zu Fall kam. Der Linienrichter, der zwei Meter danebenstand, zeigte Weiterspielen an, sein Kollege auf dem Platz, gut
40 Meter entfernt, entschied auf Freistoß für die Gäste.

Solche kleinen Ungereimtheiten gab es auf beiden Seiten immer wieder und sollten in Halbzeit zwei ihre Krönung erfahren. Angesichts dessen ließ sich Schreiersgrüns Krause in der 20. Minuten erstmals zum Meckern verleiten, was ihm prompt Gelb einbrachte. Nur fünf Minuten später, nach einer weiteren Attacke im Zweikampf, wurde Krause vorzeitig durch seinen Trainer ausgewechselt, um die mehr oder weniger bereits drohende Ampelkarte zu verhindern. In dieser Druckphase der Werdaer zog Stipek, der wenige Minuten später verletzt ausscheiden musste, aus 16 Metern ab, aber Preller im Fronbergkasten zeigte sich auf dem Posten. Wie auch in Halbzeit zwei, als Valek aus neun Metern abzog.

Schreiersgrün verlegte sich dagegen aufs Kontern, und wäre mit einem Punktgewinn zufrieden gewesen. Doch als man den schönsten Konter des Spiels über drei Stationen durch Ronny Handschug zum 0:1 abschloss, lag sogar eine Überraschung in Form von drei Punkten in der Luft. Zumal Kalan für Werda bei einer Ecke (75.) und einem Freistoß (79.) aus 16 Metern kein Glück hatte. Doch das kam in der 85. Minute eher unverhofft zurück, als Steffen Arnold nach Laufduell gegen Walther an der rechten Strafraumgrenze zu Fall kam und der Schiedsrichter Elfmeter pfiff. Kalan verwandelte sicher in die Tormitte zum 1:1. (kfh)

Statistik:

Werda: Baranowsky, Hartl, Wilke, Gollnick, Masar, Wunderlich, S. Arold, Krause (25. C. Thoß), Kalan, Stipek (38. Lehmann), Valek
Schreiersgrün: Preller, Hergert, Lippmann, Marcus Zeh, Manuel Zeh (89. Graf), Luschnath (36. Walther), Eitz, Hocher (81. Becker), R. Handschug, Meisel, Wiegand,
Tore: 0:1 Handschug (60.), 1:1 Kalan (86. /Foulelfmeter).
Schiedsrichter: M Martin (Auerbach/Erzgeb.).
Zuschauer: 133.

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