Mehr als ein Dutzend hochkarätige Chancen, aber kein Sieg
Bezirksklasse, Staffel 1: Schreiersgrün – Steinpleis-Werdau 1:2 (1:2)
Schreiersgrün. So ungerecht kann der Fußball sein: Da kämpfen und rackern die Männer vom Fronberg , geben 80 Minuten klar den Ton an, haben Chancen zu Hauf und verlieren die Partie gegen den Aufsteiger aus Steinpleis-Werda am Sonnabend auf eigenem Platz doch noch mit 1:2 (1:2). Das war bitter, spiegelt aber die Realität wieder, dass bei Schreiersgrün momentan ein echter Knipser fehlt. Chancen gab es zu Hauf.
Der Aufsteiger FC Sachsen Steinpleis setze gleich in der 3. Minute den Schreiersgrüner Torwart Preller nach einen Freistoß unter Druck, doch der konnte klären. Schreiersgrün kam in Minute fünf zum ersten Achtungszeichen: Ralf Wiegand setzt sich gegen drei Spieler durch, schoss aber über das Tor. Nur 60 Sekunden später folgte eine Eingabe von Meisel, doch Wiegand verpasste knapp. Und nochmals eine Minute später hämmerte am 16er Tobias Raspe schoss nach einen Freistoß den Ball in die Mauer, seinen Nachschuss konnte der Torwart zur Ecke klären.
Die dickste Möglichkeit hatte Manuel Zeh (15.) als er das Leder über den Steinpleiser Torhüter Engelbrecht lupfte, doch Seidl klärte auf Linie. Zeh, schwer erkältet, rackerte bis 70. Minute und wurde dann von Trainer Kraft erlöst.
In dieser einseitigen Partie nutzte der Gast den ersten wirklichen Angriff, um gleich in Führung zu gehen. Dabei half in Minute 20 Ulf Hocher mit, indem er Burger im Strafraum unnötige foulte. Schiedsrichter Hendrik Pacyna pfiff den fälligen Elfer sofort. Kapitän Nico Zaschke verwandelte sicher ins linke untere Eck. Das war aus dem Nichts das 0:1 für die massiv in der Abwehr stehenden Gäste. Schreiersgrün hatte nur zwei Minuten später die schnelle und richtige Antwort parat: Tobias Raspe drosch einen Freistoß nach Ablage von Eitz ins linke obere Eck und das aus 30 Metern – es war ein Traumtor zum 1:1 Ausgleich.
Schrecksekunde in der 31. Minute: nach einem Abwehrfehler kam Matthias Kleffel frei zum Schuss, schoss aber freistehend am Kasten vorbei. Das offenbarte, dass Schreiersgrün zwar immer wieder die Offensive suchte, aber so auch sehr anfällig in der Abwehr war, da die Rückwärtsbewegungen nicht stimmten. Den Torschrei hatten die Schreiersgrüner Fans in Minute 40 auf den Lippen, als Marcus Eitz, einer der kampfstärksten Spieler, nach einer Ecke das Leder nur an die Latte köpfte.
In der 45. Minute der nächste Schock: Nach einem Ballverlust in der eigenen Hälfte durch Becker, kann Rico Burger nach einem schulmäßigen und das muss man zu gestehen klasse herausgespielten Konter über drei Stationen zum 2:1-Führungstreffer, der mit einem Schlenzer Torwart Preller ganz schlecht aussehen ließ. Doch der konnte den Ball nie und nimmer halten. Der Ausgangspunkt war Beckers unnötiger Ballverlust im eigenen Mittelfeld gewesen.
Noch war nichts verloren, aber Steinpleis stand nun noch dichter in der Abwehr. Nur 60 Sekunden nach Wiederbeginn hatte Manuel Zeh nach einer Eingabe von rechts durch Schwabe im Fünf-Meter-Raum die nächste Großchance, doch kam er einen halben Schritt zu spät. In der 52. Minute hätten die Gäste auf 1:3 erhöhen können, aber Dirk Lehrbast konnte im letzten Augenblick durch Hergert gestoppt werden – wieder war die Fronberg-Abwehr offen wie ein Scheunentor.
Tobias Raspe kam in Minute 65 zum Kopfball, aber der Keeper der Gäste war auf dem Posten. Pech hatte Torsten Schwabe bei einer ähnlichen Situation, als sein Kopfball (75.) knapp am langen Eck vorbei ins Aus ging. Danach gab es noch jede Menge Möglichkeiten und Versuche, in den letzten zehn Minuten mit der Brechstange und nur gegen zehn Mann – aber ins Netz wollte der Ball nicht. (fira)
Statistik:
Schreiersgrün: Preller, Raspe (V), Lippmann II, Herbert, Becker (V), Hocher, Meisel, Eitz, Wiegand, Schwabe (V), Manuel Zeh (70. Graf).
Tore: 0:1 Zaschke (20./Foulelfmeter), 1.1 Raspe (22.), 1:2 Burger (45.).
Schiedsrichter:Pacyna (Chemnitz).
Zuschauer: 120.
Gelb-Rot: Burger (80./wiederholtes Foulspiel/Steinpleis).
Kommentar hinterlassen