Sonntag, 22. März 2009 von rfi

Kein Fußball-Wunder im Plauener Käfig

Pokal, Viertelfinale: VFC Plauen- SV Fronberg Schreiersgrün 6:2 (1:1)

Schreiersgrün. Das „Wunder von Plauen“ ist ausgeblieben: Im Viertelfinale des Wernesgrüner Bezirkspokals unterlag der SV Fronberg Schreiersgrün der Bezirksliga-Spitzenmannschaft vom VFC Plauen II auf dem Kunstrasen im Vogtlandstadion mit 2:6 (1:1). Während in der ersten Halbzeit die Fronberger mit ihren Kontern stets gefährlich waren und sogar nach 15 Minuten in Führung gingen, mussten sie sich in der zweiten Halbzeit immer mehr der spielerischen und läuferischen Klasse der Spitzenstädter beugen, die dann ihre Führung mit schnellen Angriffen immer mehr ausbauten. Der Sieg der Plauener und damit verbundene Einzig ins Pokalhalbfinale war hoch verdient. Die Fronberg-Verantwortlichen konnten zumindest die Erkenntnis mit nach Hause nehmen, dass zu einem perspektivischen Aufstiegsteam noch ein weiter Weg ist.
Die erste zwingende Aktion gehörte dem Gastgeber: Nach zwei Minuten schloss Tobias Schmidt einen Angriff mit Schuss über die Latte ab. Schreiersgrün stand in der Abwehr sehr kompakt und unterband so immer wieder das Angriffspiel des VFC. Logischerweise verlegte sich Schreiersgrün aufs Kontern. Nach einer Flanke von Links von Raspe segelte das Leder in den Strafraum von Plauen und Manuel Zeh reagierte am Schnellsten. Er nahm die Kugel direkt aus etwa 10 Metren und erzielte so das 0:1. Das spielte den Gästen in die Karten.

Die Regionalligareserve reagierte mit schnellem Angriffsfußball. Einen Freistoß aus 28 Metern zirkelte Robert Schröder (20.) aufs kurze Eck, doch Preller reagierte glänzend und lenkte das Leder zur Ecke. FünfMinuten später war er aber machtlos, als Toni Freimann eine weite Flanke in den Strafraum direkt annahm und technisch gekonnt aus 10 Metern das 1:1 markierte. Nach 30 Minuten war wieder der SV Fronberg am Drücker: Einen Freistoß von Raspe von links wollte Luschnath aufs Tor schießen, doch der Ball wurde von einem Plauener unglücklich abgewehrt, sodass er Manuel Zeh auf Höhe des Elfmeterpunktes direkt vor die Fuße fiel. Im Fallen wurde Zeh das Leder in aussichtreicher Position noch im letzten Augenblick beim Schussversuch vom Fuß gepflügt – das hätte 1:2 sein müssen.

Ähnlich die Situation in der 36 Minute, als Zeh von rechts in den Strafraum eindrang und auf den mitgelaufenen Wiegand passte. Doch ein Spitzenstädter hatte aufgepasst und verhinderte Schlimmeres. Schreiersgrün hatte in Halbzeit eins nicht unbedingt mehr vom Spiel, aber die klar besseren Chancen. Von einem Klassenunterschied war bis dahin nicht wirklich viel zu sehen.

Nach der Halbzeit änderte sich das Bild deutlich zu Gunsten von Plauen: Nach einer Ecke konnte Schmidt in der 50 Minute den zu kurz abgewehrten Ball der Schreiersgrüner mit scharfen Flachschuss ins lange Eck zum 2:1 für dem Bezirksligisten versenken. Das war das Signal der Plauener, nun die Fronberger immer mehr in der eigenen Hälfte einzuschnüren, zumal die Fronberger nun ihre Konter nicht mehr so präzise nach vorn tragen konnten.

So in der 60. und 64. Minute, hätten die gepasst, wer weis was passiert wäre. Als dann Ulbricht in Minute 70 und Schmidt (74.) das 3:1 und 4:1 markierten, war die Partie gelaufen. Plauen dominierte nun nach Belieben. Nach dem überraschenden 2:4-Anschlusstreffer (82.) von Martin Schwabe, nach guter Vorarbeit von Manuel Zeh, folgten postwendend die Plauener Treffer von Robert Schröter (83.) und Toni Freimann (85.) zum 5:2 und 6:2.

Vor vier Jahren hatte es schon einmal so eine Partie im Achtelfinale gegeben, welche Plauen II in Schreiersgrün damals knapp mit 4:3 gewann. Das Siegtor schoss damals David Handschug, der heute im Schreiersgrüner Team vermisst wird wie sein Bruder Ronny.

Statistik:

Schreiersgrün spielte mit: Preller, Raspe, Lippmann, M. Zeh, Eitz, Luschnath (70. Graf), Hocher (60. M. Schwabe), Urban Hergert (V), Meisel, Wiegand,
VFC Plauen II spielte mit: Benkert, Riedel, Block, Schröder, Würfel, Thiele (V), Schmidt, Freimann, Tenner, Ulbricht, Matthes (75. Bier)
Tore: O:1 M. Zeh (15), 1:1/2:1/6:2 Freimann (25./55./85.), 3:1 Ulbricht (70.), 4:1 Schmidt (75.), 4:2 M. Schwabe (82), 5:2 Schröter (83.)
Schiedsrichter: A. Langer (Mülsen). Zuschauer:122.

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