Hammer-Siegesserie gegen Eimberger hält an
Bezirksklasse: Schreiersgrün – Kottengrün 4:1 (3:1)

Traf am Sonntag gleich zweimal, das erste Mal nach nur 31 Sekunden - rekordverdächtig! Foto: Nils Fischbach
Schreiersgrün. Es bleibt dabei: Kottengrün kann gegen Schreiersgrün einfach nicht gewinnen und wartet seit dem letzten Sieg im Jahr 2000 weiter auf einen vollen Erfolgin einem Pflichtspiel. Gestern gewann Schreiersgrün zu Hause mit 4:1 und kletterte so erstmals in dieser Saison auf Tabellenplatz 2 mit nunmehr 21 Punkten. Es war der vierte Sieg in Folge. Kottengrün, als Überraschunsgszweiter angereist, rutschte auf Rang 5 ab.
Den Gäste muss dieses Niederlagenserie wie die “Unendliche Geschichte” vorkommen, Schreiersgrün freute sich in Anbetracht des derzeit schweren Programms über einen wichtigen Dreier. Trainer Ralf Kraft schien wieder fast alles richtig gemacht zu haben.
Das wohl schnellste Tor, was je am Fronberg im Bezirksmaßstab erzielt wurde, dürfte seit gestern Torsten Schwabe erzielt haben. Denn gerade 31 Sekunden waren abgelaufen, da wurde der Ball durch Torsten Schwabe aus fünf Metern unter Bedrängnis in den Maschen versenkt. Dabei lief Ralf Wiegand gedankenschnell in eine Rückgabe der Gäste durch Gropp und passte genau nach Innen, wo Schwabe das
1:0 erzielte.
Nach sieben Minuten versuchte sich Eitz mit einem Schuss aus der Distanz, den aber Zavadil sicherte, und nur 60 Sekunden später brachte Singer einen Freistoß auf Wiegand, der knapp am linken Pfosten vorbei ging. Teammanager Holger Schubert meinte da: „Das hätte es sein können…“
Nach einer Viertelstunde hatte Lars Trippner die erste Möglichkeit der Gäste. Nach einem weiten Ball, und gleich zwei Fehlern in der Schreiersgrüner Hintermannschaft konnte er in letzter Sekunde am Schuss gehindert werden.
Nach 17 Minuten erneut Jubel am Fronberg: Wieder war es Schwabe, der sich im Strafraum durchsetzen konnte mit trockenem Schuss ins lange Eck aus neun Metern Zavadil keine Chance lies. Dich die Freude dauerte nicht so lange, wie die Fronberger gedacht hatten.
Nach nur 22. Minuten wurde Preller im Fünf-Meter-Raum durch einen Kottengrüner Walter attackiert. Dabei rutschte der Ball ins Tor, das hätte aber nie und nimmer gegeben werden dürfen, doch der Unparteiische aus Niederwürschnitz, Schönfelder, sah das anders und gab den Treffer zum 1:2-Anschlusstreffer.
Nach 27 Minuten prüfte Eitz den Kottengrüner Zavadil mit einem Distanzschuss, der dabei erhebliche Mühe hatte, zu parieren. Auch danach hatte die Gästehintermannschaft einige brenzlige Situationen zu überstehen. Aber auch auf der anderen Seite wurde es gefährlich, als Sandy Trippner einen Drehschuss ans Lattenkreuz nagelte – das war Pech.
Zavadil zeigte nach 37 Minuten, dass er ein ganz großer seines Faches sein kann, als einen 110prozentiger von Wiegand noch aus dem Eck fischte, als der einen Drehschuss aus 6 Metern abfeuerte, und Manuel Zeh im Nachschuss den Ball über die Latte hämmerte.
Aber in der 44. Minute, da machte es Eitz bei seinem dritten Versuch besser und krachte den Ball am rechten Strafraumrand abziehend unter die Latte und drehte jubelnd ab, das war aber auch ein Traumtor gewesen.
Nach Wiederbeginn, Kottengrün hatte zweimal gewechselt, ging es temperamentvoll aber nicht wirklich hochklassig weiter.
Schreiersgrün stand nun zu tief und lies die Gäste zu weit ins Spiel kommen. In dieser Phase war der Gast die bestimmende Mannschaft. Aufregung in der 55. Minute, als Lars Trippner zu Fall kam und sich tüchtig weh tat, der Referee aber weiterlaufen lies. Trippner konnte aber nach Behandlung weitermachen, wurde aber später ausgewechselt. Spielrisch gab es zudem auch einen Bruch und der Partie, die nun doch immer härter wurde, auch weil der Unparteiische immer mehr seine anfänglich solide Line verlor.
Gefährlich war auch ein Freistoß von Warmbier (64.), der genau ins lange Eck gegangen wäre, aber in letzter Sekunde geblockt werden konnte. Festzuhalten blieb, dass die Gäste aus ihrer optischen Überlegenheit in dieser Druckphase kein Kapital in Form von Toren schlagen konnten.
Auf der Gegenseite hatte Wiegand eine Möglichkeit bei einem Heber, aber Zavadil war auf dem Posten. Zeh hatte die nächste Dicke, schoss aber aus spitzem Winkel und vier Metern auf der linken Seite über das Tor – das wäre die endgültige Entscheidung gewesen, wenn er da seine besser postierten Kollegen bedienet hätte.
Doch auch er machte es besser, nämlich in der 80. Minute, als er zentral stehend eine Konfusion in der Kottengrüner Hintermannschaft nutzte und nach schönem Zuspiel das Leder gekonnt ins Tor bugsierte.
Trainerstimmen:
Ralf Kraft, Schreiersgrün: „Ich bin stolz aufs Team, dass aus wenig viel gemacht hat. Kämpferisch stimmte alles, spielerisch noch nicht, aber wir haben in kritischen Situationen auch die Nerven behalten.“
Robby Zimmermann, Kottengrün: „Große Enttäuschung macht sich breit. Wir wollten mehr, doch mit dem frühen Tor hatten wir wohl die Partie in den ersten 60 Sekunden schon verloren. Der Gastgeber hat am Ende verdient gewonnen. ”
Statistik
Schreiersgrün: Preller, Lippmann, Singer, Hergert (V), Hocher (76. Urban), Meisel (65. Baldamus), Eitz (V/82. Graf), Schwabe, Wiegand, Manuel Zeh, Kummer
Kottengrün: Zavadil, Walter (46. Frank) , Gropp, S. Trippner (V), L. Trippner (65. Egerland), Janka, Linke (V), Warmbier, Wienhold, Nagel (46. Stöhr), Ottiger
Tore: 1:0/2:0 Schwabe (1./17.), 2:1 Walter (22.), 3:1 Eitz ( 44.), 4:1 M. Zeh (80.)
Schiedsrichter: Schönfelder (Niederwürschnitz).
Zuschauer: 226. (kfh)
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