Sonntag, 16. November 2008 von rfi

Die großen Chancen zum Sieg weggelassen

Bezirksklasse: Schreiersgrün – Concordia Plauen 1:1 (0:0)

Schussversuch vom Ralf Wiegand. Foto: Nils Fischbach

Schussversuch vom Ralf Wiegand. Foto: Nils Fischbach

Schreiersgrün. Mit 1:1 Unentschieden trennten sich gestern in einer nicht so guten Partie im Vogtlandderby der Bezirksklasse, Staffel 1, Schreiersgrün und Concordia Plauen. Nach neun Minuten gewannen die Fronberger immer mehr an Überlegenheit. Nach einer Flanke von Marcus Eitz, kam Ralf Wiegand zum Kopfball aus 14 Metern, Plauens Torwart Robby Militzer verhinderte den Rückstand mit toller Parade.

Aufregung in der 15. Minute: Schwabe wurde am Strafraum von Hocher schön angespielt. Der drehte sich gleich, und sein Drehschuss krachte an die Latte. Von da sprang das Leder ins Feld, wo Dennis Graf das Leder einköpfte, doch die Fahne des Linienrichters zeigte nach oben – Abseits.

Wie auch 60 Sekunden später, als Ralf Wiegand abzog, doch der Unparteiische ebenfalls eine Abseitsstellung monierte und so auch das zweite Tor keine Anerkennung fand. Wie wichtig so ein Führungstreffer gewesen wäre, zeigte der weitere Spielverlauf: Schreiersgrün agierte doch ziemlich ängstlich und verlor im Spielaufbau ungewohnt viele Bälle. Alleine in der 40. Minute wurde innerhalb von 120 Sekunden gleich viermal der Ball leichtfertig verspielt. Nicht wenige fragten, wo die tolle Form der Fronberger hin ist, mit dem sie zu Beginn der Saison die Fans begeistert hatten.

In der 23. Minute waren wieder die Gäste am Drücker, weil Schreiersgrün drei Zweikämpfe nacheinander verlor und Jan Müller aus 23 Metern abziehen konnte, aber auch Detlef Preller im Fronberg-Gehäuse zeigte sich auf dem Posten und lenkte den Ball zur Ecke. Die Führung der Gäste lag in der 29 Minute in der Luft, als Ronny Singer gegen Chris Schöberlein erst nicht und dann nur halbherzig attackierte, der so einen Lupfer ansetzte, der kapp am langen Pfosten ins Aus ging.

Gleich nach dem Wiederanpfiff, gerade drei Minuten waren gespielt, fiel endlich das 1:0. Doch das hätte nie und nimmer fallen dürfen, denn der bis dahin fehlerfreie Keeper der Gäste, Robby Militzer, hatte eine Flanke von Lippmann herunter gepflückt, um dann den Ball unerklärlicherweise Ralf Wiegand vor die Füße zu werfen, der Danke sagte und einfach einschob (48.). In der 59. Minute macht er seinen Aussetzer mit einer starken Parade gegen den völlig freistehende Dennis Graf wieder mehr als wett.

Pietzsch hatte gegen Schwabe am eigenen Strafraum den Ball verloren, und der spielte auf Graf, der noch bis zum Elfmeterpunkt lief und den Ball lupfen wollte, doch Militzer brachte irgendwie die Hand noch an den Ball und lenkte ihm zur Ecke.

In der 70. Minute ein wunderschöner Konter über Schwabe, Graf, wieder Schwabe und Hocher, der völlig freistehend das Leder aus 14 Metern über die Latte jagte, wieder war eine Großchance vertan – das sollte sich rächen.

Die Gäste zeigten wenig, vor allem in der Offensive, und doch konnten sie von dem oft fehlerhaften Aufbau der Einheimischen profitieren: In der 80 Minute war es so weit, Sebastian Falke stocherte aus dem Gewühl heraus das Leder zum 1:1 über die Linie. Das Tor war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient, weil Schreiersgrün Mitte der 2 Halbzeit regelrecht um den Ausgleich gebettelt hatte.

Im Anrennen in den letzten Minuten wieder so ein Abseitspfiff, der bei den Fronbergern das Blut in Wallung brachte: Urban wäre durch gewesen, so blieb es beim 1:1. (fira)

Statistik

Schreiersgrün: Preller, Raspe (V), Lippmann II, Singer, Hocher (72. Urban), Becker, Meisel (72. Kummer), Eitz, Wiegand, Schwabe, Graf.
Plauen: Militzer, Ordnung, Pietzsch (V), Schmidt, Glauß, Schöberlein (V), Wagner, Müller, Bauer (Schreckenbach), Micklisch,, Falke
Tore: 1:0 Wiegand (48.), 1:1 Falke (80.).
Schiedsrichter: Pechstein (Breitenbrunn). Zuschauer: 152.

1 Kommentar zu Die großen Chancen zum Sieg weggelassen

  1. C.Glück schrieb am Sonntag, 16. November 2008:

    1

    Wieder mal die Fronberg-Brille aufgehabt Herr Fischbach oder? Ich weiß ja nicht, ob von den Gästen “wenig” kam?! Wenn es am Ende 2:1 für Plauen steht, braucht sich auch kein Schreiersgrüner beschweren, denn wie oft die Plauener über außen gefährlich kamen, blieb auch unerwähnt…
    Zudem noch ein Wort zum Schiedsrichtergespann…Was der junge Mann und seine zwei Assistenten geboten haben, war für mich die beste Leistung eines Schiedsrichtertrios, die ich den vergangen Monaten gesehen habe. Er hat hüben wie drüben eigentlich alle Situationen erkannt – Note 1.

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