Im Erzgebirge leider nur einen Zähler mitgenommen
Fußball-Bezirksklasse: Schwarzenberg – Fro. Schreiersgrün 1:1 (0:1)
Schreiersgrün. Lange Gesichter gab es beim SV Fronberg Schreiersgrün nach dem unter dem Strich unglücklichen 1:1 am 24. Spieltag der Fußball, Bezirksklasse in Schwarzenberg. Denn vor allem in Halbzeit eins diktierten die Vogtländer auf des Gegners Platz am Schwarzwasser das Geschehen. Vier hochkarätige Chancen und ein in der 30. Minute nicht gegebener Elfmeter alleine in Halbzeit 1 verdeutlichen den ordentlichen Auftritt der Vogtländer.
Dass sie nicht mit drei Punkten belohnt wurden, lag an der teilweise unkonzentrierten Chancenverwertung, den sensationell haltenden Schlussmann der Schwarzenberger, Alexander Schulz, der reihenweise die unhaltbaren aus dem Eck fischte, und einem exzellenten Freistoß von Steffen Weiß, der in der 55. Minute das Leder zum glücklichen Ausgleich ins Fronberger Dreiangel zimmerte.
Leichte Ballverluste, zu wenig Bewegung – die Blau-Weißen vom FSV verschliefen die erste Halbzeit geradezu. Schreiersgrün machte aus allen Reihen Druck und kam zu guten Möglichkeiten durch Markus Eitz, Stefan und auch Riccardo Persigehl, doch entweder wurde knapp vergeben oder eben Schulz war auf dem Posten. Mehrfach wollte der mitgereiste Schreiersgrüner Anhang jubeln, doch der Ball wollte nicht in die Maschen Schulz, mit drei tollen Paraden war er der Rückhalt im Team des sonst blassen Gastgebers. Noch klarer war die Torchance, als Kunze auf den Keeper zulief und von hinten im Strafraum umgesäbelt wurde. Da hätte der sonst solide pfeifende Schiedsrichter Teichmann klar Elfer geben müssen. Er tat es aber nicht, und die Chance für die Vogtländer war dahin. Doch in 35. Minute war auch er machtlos, gingen die Schreiersgrün verdient mit 1:0 durch Stefan Persigehl in Führung.
„In der zweiten Hälfte erreichten wir leichtes Übergewicht, agierten energischer“, gab FSV-Trainer Torsten Johne seine Sicht der Dinge wieder.. Das wurde zeitig belohnt. Nach einem Foul an Uwe Miller zirkelte Steffen Weiß den Freistoß aus 18 Metern unhaltbar ins Dreiangel (55.). Es war nach der Marke „Tor des Monats“. Den kleinen Shock verdaute Schreiersgrün relativ gut und hatte durch Eitz und Ricardo Persigehl noch zwei weitere ganz dicke Möglichkeiten, doch wieder war beim Schwarzenberger Schlussmann Endstation.
Der Gastgeber agierte nach dem 1:1 auch stärker. „Aber richtig zwingend waren diese Bemühungen nicht“, fasste der Schreiersgrüner Mannschaftsleiter Dieter Hendel seine Eindrücke zusammen. So sicherte der sehr gute Schulz und ein Zauberfreistoß den Hausherren den einen Punkt. „Unterm Strich können wir damit zufrieden sein“, meinte Trainer Johne. Während der Schreiersgrüner Henry Seifert, 2. Vereinsvorsitzender des Vereins, schon in der Halbzeitpause feststellte: „In den ersten 45 Minuten hätten wir das Spiel entscheiden können, vielleicht sogar müssen.“ (rfi)
Statistik:
Schreiersgrün: Grötzsch (V), Raspe (V), Singer, M. Zeh, A. Lippmann, Kunze (V), Meisel, Eitz (74. Hocher), R. und S. Persigehl, Kinkal,
Schwarzenberg: Schulz, Plagge, Schmidt, Kunzmann (46. Schönfelder), Ehrhardt, Weiß, Beier, Fladerer (60. Uhle), Miller, Ernst, Schönrock.
Tore: 0:1 S. Persigehl (35.), 1:1 Weiß (55.)
Schiedsrichter: R. Teichmann (Claußnitz).
Zuschauer: 122.
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