Montag, 27. August 2007 von rfi

Erst nach der Halbzeit fallen die erlösenden Tore für den SV

Fußball-Bezirksklasse: FSV Grünhain (N) – SV Schreiersgrün 0:3 (0:0)

Schreiersgrün. Das erwartet schwere Spiel wurde es für den SV Fronberg Schreiersgrün zum Auftakt der Pflichtspiele in der Fußball-Bezirksklassem, Staffel 1, beim Neuling FSV Olympia Grünhain im Erzgebirge. Zwar konnten die Vogtländer das Spiel am Sonntag Ende noch klar mit 3:0 (0:0) für sich entscheiden, und im 7. Eröffnungspiel auch den 7. Sieg feiern.

Doch der Überraschungs-Kreismeister aus dem Westerzgebirge hatte bei seinem ersten Match im Bezirksunterhaus vor 118 Zuschauern ganz schweren Abwehr-Beton angerührt und stand fast permanent mit elf Leuten in der eigenen Hälfte. Schadensbegrenzung lautete das Ziel des Olympia-Teams, das in der Saison 1965/66 letztmalig Bezirksluft geschnuppert hatte. Bis zur 65. Minute ging diese destruktive Mauertaktik scheinbar auch auf.

Dann fiel das erlösenden 1:0 für die Schreiersgrüner. Wenn auch in dieser Szene etwas glücklich, aber gemessen an den Spielanteilen hoch verdient. Eitz schaffte nach einem Pressschlag mit einem Grünhainer die vogtländische Führung. Das in der Luft trudelnde Leder senkte sich hinter Keeper Patrick Salzer ins Netz. Der Gastgeber schafft es erst in der 80. (!!) Minute das erste Mal, auf das von Reservekeeper Detlev Preller gehütete Tor zu schießen. Das offenbart, wie die Kräfte an diesem Tag verteilt waren.

Von da an war der Bann gebrochen. Noch zweimal konnte der mitgereiste Fronberg-Anhang jubeln. Erst war Raspe in Minute 70 mit dem Kopf zur Stelle, als Stefan Persigehl einen Eckball herein schlug, und nochmals 15 Minuten später hämmerte wiederum Raspe einen Freistoß aus 22 Metern wie an der Schnur gezogen ins linke obere Eck. Auch hier war der Spielertrainer Ausgangspunkt des Freistoßes gewesen. Persigehl wurde nach einem schönen Solo unsanft gebremst. Raspe machte Als Abwehrspieler sein zweites Tor.

Bis zu dem ersten Treffer hatten die Fronberger zwar alles versucht und sich reihenweise Chancen erarbeitet, aber wie schon im Pokal in Neundorf/Wiesenbad, wollte auch diesmal durch die vielbeinige Abwehr das runde Leder einfach nicht ins Eckige. Zwar gab es immer wieder Möglichkeiten, so von Riccardo Persigehl, Marcus Klemm, Romnny Handschug, und wiederum Ricardo Persigehl. Doch immer wieder war vor oder neben der Torline Schluss mit der Gefährlichkeit der Fronberger.

Auch die ersten Minuten der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild nicht. Schreiersgrün nutzte erst nach der Einwechslung von Spielertrainer Stefan Persigehl, insbesondere ab diesen Zeitpunkt, die sich nun bietenden Räume viel konsequenter. Das bis dahin so vermisste Flügelspiel erfuhr nun eine Belebung und schon ging ein Ruck durchs Team. Jetzt wurde es für den Gastgeber immer gefährlicher und so fielen die erhofften Tore doch noch.

Alle im Fronbergteam wissen aber auch, dass für die nächsten Spiele weitere Steigerungen nötig sein werden. Grünhain war kein richtiger Maßstab. Lok Zwickau ist aus einem anderen Holz! Natürlich zählen aber ersteinmal die drei Punkte – die sind auf der Habenseite! Doch die Erzgebirger werden es schwer haben, mit solchen Leistungen die Klasse zu halten, meinten nach dem Spiel auch Teammanager Holger Schubert und Vize-Vorsitzende Henry Seifert als Augenzeuigen vor Ort.

Statistik:

Schreiersgrün: Preller, Raspe, Singer, Gross, R. Handschug, R. Persigehl, Lippmann II, Luschnath (46. S. Persigehl), Klemm (75. Markus Zeh), Eitz, Schwabe,
Tore: 0:1 Eitz (65.), 0:2/0:3 Raspe (70./85.)
Schiedsrichter: Haubner (Glauchau).
Zuschauer: 118.

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