Montag, 14. Dezember 2009 von rfi

Mit engagierter Leistung zum Sieg im alten Jahr

Bezirksklasse: Schreiersgrün gegen Mosel 3:1 (2:0)

Schreiersgrün. Der SV Fronberg Schreiersgrün kann in aller Ruhe Weihnachten feiern. Mit einem 3:1-Erfolg gegen den SV 46 Mosel hat das Team um Trainer Jörg Hörning auch den Start in die Rückrunde am Sonnabend zu Hause erfolgreich gemeistert. Damit steht die Mannschaft mit nunmehr 33 Punkten vorerst weiter an der Spitze der Staffel 1 der Fußball-Bezirksklasse – das hat so keiner erwartet. Trotzdem will Trainer Jörg Hörning von einer Korrektur seiner Ziele noch nichts wissen: “Wir spielen vorerst weiter, unser Ziel ist schnellstmöglich der Klassenerhalt, da fehlen uns noch ein paar Punkte.“

Schon nach sechs Minuten gab es die erste Möglichkeit für den Tabellenführer durch eine schöne Einzelaktion von Ralf Wiegand, der seinen Gegenspieler am Strafraum austrickste, seinen Schuss aufs kurze Eck konnte der Moseler Torwart aber halten. Nach 16 Minuten folgte eine schöne Eingabe von Andy Fischer von der rechten Seite, leider vorbei an Freund und Feind. Im Fünf-Meter-Raum stand Wiegand, konnte aber den Ball nicht mehr richtig drücken, so dass das Leder knapp über die Latte strich.

Die Gäste aus Mosel, als Bezirksliga-Absteiger inzwischen in der Liga angekommen, spielten durchaus munter mit und hatten ihre Spielanteile im Mittelfeld, doch viel zu selten wurden sie gefährlich. Sie profitierten aber auch davon, dass die Fronberger auf dem schneebedeckten, schmierigen Boden sich im Mittelfeld etliche ungenaue Abspiele leisteten. Das lag sicher am Boden, aber nicht nur.

Auch die Gäste machten es nicht wirklich besser: Meist war für Moseler vor dem Fronberg-Strafraum Schluss, wenn was durchkam, so die Schüsse von Hüttig (30.) und Winter (36.), war Keeper Jörg Fischer auf dem Posten. Mitte der ersten Halbzeit zogen die Fronberger wieder an, die meist mit langen Bällen agierten und so das Mittelfeld schnell überbrückten. Nach so einem weiten Ball konnte sich der momentan gefährlichste Fronberg-Angreifer, Ralf Wiegand, im linken Strafraum gegen Mosels Kapitän Dustin Franke gekonnt durchsetzten. Der wusste sich nur noch mit einem Foul in die Beine von Wiegand zu helfen. Der aufmerksame Schiedsrichter Frank Oefler aus Plauen pfiff sofort den fälligen Elfmeter. Kummer lies sich die Chance vom Punkt nicht entgehen (34.) und verwandelt sicher zum 1:0.

Auch danach ging es hin und her, aber zwingend war es auf beiden nicht mehr. Als alles schon mit dem Pausenpfiff rechnete, Oefler hatte gerade noch eine Minute angezeigt, gab es noch einmal eine Flanke von rechts. Diesmal machte Ralf Wiegand alles richtig und setzte den Kopfball noch einmal auf, so dass die Abwehr und der Keeper der Moseler den Ball nicht aufhalten konnten, und er zum 2:0 in die Maschen sprang.

Nach der Pause brauchte der Gastgeber gute 12 Minuten, eher er in die Partie fand. Mosel war nun optisch überlegen, brachte aber das Runde vorerst nicht ins Eckige, beziehungsweise standen die Fronberger mit Glück und Geschick in der Abwehr. Die wenigen Konter waren aber brandgefährlich, die die Schreiersgrüner hin und wieder nach vorne trugen.

Nach einem Eckball, der schon geklärt schien, kam der gut spielende Denis Graf an den Ball und hämmerte das Leder aus gut zwölf Metern zum 3:0 (63.) für Schreiersgrün in die Maschen. Das war die Vorentscheidung, wenn auch Mosel nun natürlich noch frecher nach vorn spielten. Aber was blieb den Heinz-Dietsch-Schützlingen auch übrig? Bedingt auch dadurch, dass die Fronberger im Gefühl des sicheren Sieges nun noch einen Gang zurück steckten und dem Gast immer mehr die Räume überließen.

Der Druck der Rand-Zwickauer wurde so logischerweise immer stärker und nach 76 Minuten traf Dirk Wolf zum 1:3-Anschlusstreffer, der nun völlig verdient war. Schon zuvor hatte es zwei, drei brenzlige Situationen gegeben, aber Mosel hatte an diesem Tag auch nicht das nötige Vermögen, daraus Kapital zu schlagen.

Der Schreiersgrüner Mittelfeldmann Marcus Eitz, der zur zweiten Halbzeit vorzeitig Platz gemacht hatte, meinte dann auch: „Wenn Du hinten stehst bekommst Du die Dinger rein, wenn Du vorne stehst gewinnst du eben so eine Partie und hast hinten das Glück des Tüchtigen.“ Das hatte nicht nur Schreiersgrün, sondern auch Mosel in den letzten 20 Minuten: Immer wieder starteten die Jörg-Hörning-Schützlinge gefährliche Konter, wo mehr als einmal in höchster Not geklärt wurde. Denis Graf und Ralf Wiegand hatten noch zwei hundertprozentige Möglichkeiten, die aber auch nicht rein wollten. (kfh)

Statistik:

Schreiersgrün: J. Fischer, Raspe, Graf, Martin Zeh, Kummer, Hergert, Urban, Hocher (73. Lippmann I), A. Fischer, Eitz (Micklisch), Wiegand.
Mosel: Kirchberger (76. Kinzel), Wolf, Meischner (70. Krämer), Herold, Rödel, Franke, Berger, Winter, Koch, Neuper (78. Hahn), Hüttig.
Tore: 1:0 Kummer (34. Foulelfmeter), 2:0 Wiegand (45.), 3:0 Graf (63.), 3:1 Wolf (76.).
Schiedsrichter: F. Oefler (Straßberg).
Zuschauer:
101.

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