Sonntag, 26. Oktober 2008 von Axel Facius

Aufholjagd bei Lok Zwickau wurde am Ende nicht belohnt

Bezirksklasse: Lok Zwickau – SV Fronberg Schreiersgrün 3:2 (3:0)

Die erste Männermannschaft des SV Fronberg Schreiersgrün. Foto: Pressebüro Vogtland

Schreiersgrün. Der SV Fronberg Schreiersgrün bleibt seiner Linie treu und unterliegt bei der Lok aus Zwickau nach einer katastrophalen 1.Halbzeit mit 3:2. “Es war die schlechteste Halbzeit meiner Amtszeit” resümierte Fronbergtrainer Ralf Kraft. Zwar kämpften die Mannen um Kapitän André Lippmann in der 2.Halbzeit wesentlich besser und verkürzten nochmals auf 2:3. Am Ende reichte es aber nicht, den angestrebten Punkt mit nach Hause zu nehmen.

Die Anfangsphase verlief recht schleppend und die Lok aus Zwickau brauchte 13. Minuten, um Fahrt aufzunehmen. Aber dann kamen die Zwickauer immer besser ins Spiel und hatten in der 13.Min. ihre erste verheißungsvolle Chance. Kapitän Stangenberg verzog das Leder knapp aus 18 Metern. Schreiersgrün begrenzte seine Aktivitäten auf das Verteidigen. So musste Detlef Preller in der 21. Minute sein ganzes Können aufbieten, um einen Freistoß von Batin zu parrieren. Bereits 2 Minuten später ist er aber machtlos, als der gleiche Spieler das 1:0 für Lok erzielt. Dabei konnte der Zwickauer ein Kopfballzuspiel im Strafraum von Stangenberg mit der Fußspitze zur Führung verwerten. In der Folge bleibt Schreiersgrün weiter harmlos und verliert auch fast jeden Zweikampf im Mittelfeld. So fällt das 2:0 in der 35. Minute fast folgerichtig. Die Schreiersgrüner stören Kretschmar nicht richtig, sehen diesem nur zu, wie er sich an der Strafraumgrenze in Richtung Schreiergrüner Tor dreht und mit der Pike aus 16 Metern unhaltbar für Preller zum 2:0 einschießt. Wieder nur eine Minute später gar das 3:0 für Lok Zwickau, die in der 1.Halbzeit aber auch wirklich leichtes Spiel hatten. Ronny Singer läßt einen Ball per Kopf zu Detlef Preller prallen und dieser scheint den Ball sicher zu haben. Doch plötzlich fällt der Ball an der Torauslinie runter und Detlef Preller holt den nachsetzenden Lok-Stürmer von den Beinen. Die Kosequenz war Strafstoß für Zwickau und Gelb für Detlef Preller.

Systematisch für das Auftreten in der 1.Halbzeit, Preller hält den Elfmeter zunächst großartig. Aber kein Schreiersgrüner setzt nach und so hat Jochim wenig Mühe, den Ball im Nachsetzen zum 3:0 einzuschieben. Der zahlreiche Schreiersgrüner Anhang war nun völlig enttäuscht vom Auftreten der Fronberger auf dem schlechten Hartplatz bei böigem Wind. Zwickau dominierte das Spiel bis zur Halbzeitpause auch weiter, konnte aber nicht Zählbares mehr erreichen.

Nach Wiederanpfiff hatte zunächst Lok eine Chance durch Stangenberg. Danach versuchte Schreiersgrün endlich, sich in das Spiel zu beißen. So gibt Eitz in der 55. Minute den ersten gefährlichen Schuss auf das Lokgehäuse ab. Ralf Wiegand scheiterte in der 57. und 58. Min. zweimal aussichtsreich und auch Eitz verfehlte mit seinen straffen Schuss in der 60. Minute das Gehäuse der Gastgeber um Haaresbreite. Dann zieht Trainer Ralf Kraft in der 65. Minute seine letzte Möglichkleit und wechselt gleich dreifach. Ulf Hocher, Sven Kummer und Felix Meisel gehen und Thomas Urban, Denis Graf und Ronny Becker kommen ins Spiel.

Das zeigt Wirkung und Schreiersgrün gelingt in der 69. Minute durch Ralf Wiegand per Kopf der 1:3 Anschlusstreffer. Die Flanke kam von Ronny Singer. Nur 2 Minuten später nimmt  Frank den Ball im Strafraum mit der Hand mit. Schiedsrichter Hofmann zögert keinen Moment und zeigt auf den Punkt. Eitz lässt sich die Chance nicht entgehen und verwandelt sicher zum 2:3. Danach ist nur noch Schreiersgrün am Drücker und erarbeitet sich einige Hochkaräter, aber Graf, Eitz und auch Wiegand scheitern. In der 3. Nachspielminute dann die größte Chance zum Ausgleich, aber gleich drei Schreiersgrüner scheitern am Zwickauer Schlussmann. So bleibt es am Ende wie bisher, Schreiersgrün kann auf dem Hartplatz in Zwickau einfach nicht punkten.

Schreiersgrün: Preller (V), Lippmann, Singer, Hergert, Hocher (65. Urban), Kummer (65. Graf), Meisel (65. Becker), Eitz, Wiegand, Schwabe Manuel Zeh

Statistik: 1:0 Batin (23.), 2:0 Kretschmar (35.), 3:0 Jochim (36.), 3:1 Wiegand (69.), 3:2 Eitz (71.)

Schiedsrichter: Hofmann (Straßberg) Linienrichter: M.Jahn (Kürbitz), Beyer (Plauen)

Zuschauer: 100

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